"Kosten unter Kontrolle"
UBS nach Gewinnrückgang für 2001 vorsichtig

Der Schweizer Finanzkonzern UBS hat im ersten Quartal 2001 einen Konzerngewinn nach Steuern von 1 579 (vergleichbares Vorjahresquartal 2 216) Mill. sfr erzielt.

rtr ZüRICH. Wie UBS am Dienstag weiter mitteilte, entspricht dies einem Rückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal von 29 %, respektive 19 % unter Abzug des Goodwills im Zusammenhang mit der Paine Webber-Übernahme. Gegenüber dem vierten Quartal 2000 habe der Reingewinn bereinigt um Sonderfaktoren um drei Prozent abgenommen.

UBS-Chef Luqman Arnold sprach von soliden Ergebnissen trotz der schwächeren Aktienmärkte und der branchenweiten Abkühlung im Investmentbanking. Die Kosten seien unter Kontrolle.

Im Private-Equity-Geschäft verzeichnete die Gruppe eine Verschlechterung in der Qualität der Anlagen mit substantiellen Abschreibungen auf das Beteiligungsportfolio. Zusammen mit ungünstigen Bedingungen für Devestitionen habe sich ein Verlust von 282 Mill. sfr ergeben. Für das weitere Geschäftsjahr werde in der Geschäftseinheit ein Gewinn erwartet.

Prognosen der Analysten verfehlt

Dieser Verlust mag dazu geführt haben, dass der Reingewinn unter den Prognosen der Analysten zu liegen kam. Eine Reuters-Umfrage hatte für den Gewinn einen Durchschnittwert von 1,7 Mrd. sfr ergeben.

Der Geschäftsertrag habe gegenüber dem ersten Quartal 2000 um acht Prozent auf 10 067 (9 357) Mill. sfr zugenommen, teilte UBS weiter mit. Das widerspiegle die starke Performance im Handelsgeschäft und den Beitrag aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, der über die Hälfte der Konzernerträge darstelle.

Bei UBS Schweiz sank der Geschäftsertrag auf 3309 (3561) Mill. sfr, während UBS Warburg einen Anstieg auf 5 999 (5 149) Mill. sfr verzeichnen konnte. Der Geschäftsaufwand ermässigte sich bei UBS Schweiz auf 1 989 (2 119) Mill. sfr, während UBS Warburg einen kräftigen Anstieg auf 5 231 (3 685) Mill. sfr zu verbuchen hatte. Das Ergebnis vor Steuern fiel entsprechend aus: während der Bereich UBS Schweiz einen Rückgang auf 1 320 (1 442) Mill. sfr zu verbuchen hatte, halbierte sich bei Warburg der Vorsteuergewinn nahezu auf 768 (1 464) Mill. sfr.

Leichter Rückgang beim Konzernvermögen

Die verwalteten Vermögen im Konzern betrugen zum Quartalsende 2 438 (Ende 2000: 2 452) Mrd. sfr. Der insgesamt leichte Rückgang um weniger als ein Prozent verteilte sich unterschiedlich. Bei den Anlagefonds meldete die UBS einen Netto-Neugeldzufluss von elf Mrd. sfr und die Fonds verwalten nun 332 (Jahresende 319) Mrd. sfr. UBS Schweiz meldete im Bereich Privat- und Firmenkunden einen Netto-Zufluss von drei und vier Mrd. sfr; es gab aber zugleich auch performance und währungsbedingte Rückgänge, so dass die Summe der verwalteten Vermögen auf 337 (345) Mrd. beziehungsweise 690 (691) Mrd. sfr zurückging. Bei den institutionellen Vermögen ergab sich ein Netto-Abfluss von drei Mrd. sfr und ein marktbedingter Rückgang um 15 Mrd. sfr, so dass sich die verwalteten Vermögen auf 305 (323) Mrd. sfr ermässigten. UBS Warburg meldete einen Netto-Zufluss von sieben Mrd. sfr und konnte den Wert der verwalteten Vermögen auf 773 Mrd. sfr stabil halten.

Mit Blick auf das ganze Jahr erklärte UBS, es sei unwahrscheinlich, die Ergebnisse des vergangenen Jahres auf Konzernstufe zu übertreffen. Dennoch sei der Start in das laufende Jahr und die bisherige Leistungskraft der Kerngeschäfte vielversprechend gewesen.

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