Kosten werden nicht an die Verbraucher wetergegeben
Mineralölbranche will Tankstellenschließungen selbst finanzieren

dpa BERLIN. Die deutsche Mineralölbranche will die Kosten für die mittelfristig geplante Schließung von etwa 4 000 der 16 000 Tankstellen selbst übernehmen und nicht an die Verbraucher weitergeben. Dies berichtete die "Berliner Morgenpost" am Samstag. Der Hilfsfonds zur Entschädigung der Tankstellenbetreiber solle durch höhere Preise beim Einkauf finanziert werden, sagte Wolfgang Pfletschinger von der Interessengemeinschaft mittelständischer Mineralölverbände nach Gesprächen mit den Vertretern der Großkonzerne in Berlin. Er versicherte, höhere Spritpreise zur Finanzierung des Hilfsfonds seien nicht geplant.

Der Deutschland-Chef des Ölkonzerns Shell und Vorsitzende des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), Pieter Berkhout, bestätigte in der Tageszeitung "Die Welt" Gespräche mit Vertretern der Unabhängigen - der Uniti und dem Bundesverband der Freien Tankstellen. Er hoffe, auf ein Ergebnis noch in diesem Jahr. Aus dem gemeinsamen Fonds könnten nach Berkhouts Vorstellungen "diejenigen freien Betreiber, die ihre Station aufgeben, eine Art Entschädigung bekommen".

Die Branche habe im vergangenen Jahr durch den aggressiven Preiswettbewerb an den Tankstellen mindestens eine Milliarde DM verloren. Der Ölmanager hofft, dass die Pleiten mittelständischer Firmen im vorigen Jahr vielleicht ein Zeichen gesetzt hätten. Er glaube in diesem Jahr werde die Einsicht überwiegen, dass der Preiskampf sehr viel Geld gekostet habe, "so dass man sich 2001 wahrscheinlich etwas vernünftiger benehmen wird".

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