Kostendämpfung
Ulla Schmidt will bei Arzneimitteln sparen

Apotheker sollen künftig stets nur das günstigste Präparat ausgeben. Kassenpatienten, die ein anderes Produkt wollen, müssten dann selber zahlen.

sm BERLIN. Zur Eindämmung der Kostenexplosion im Gesundheitswesen plant Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) drastische Einsparungen bei den Arzneimittelkosten. Künftig sollen die Ärzte nur noch einen bestimmten Wirkstoffe verschreiben und die Apotheker dann ein möglichst preiswertes Medikamente abgeben, erfuhr das Handelsblatt aus Koalitionskreisen. Kassenpatienten, die auf ein anderes Produkt bestehen, müssten dann mehr als bisher aus eigener Tasche zahlen.

Hintergrund ist, dass die Krankenkassen im ersten Halbjahr 11 % mehr für Arzneimittel als im Vorjahreszeitraum ausgegeben hatten. Schmidts Plan würde die Kassen nach übereinstimmenden Schätzungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apothekerverbände um jährlich eine Mrd. DM entlasten. Damit könnte der Anstieg der von Arbeitgeber und Arbeitnehmer hälftig gezahlten Krankenkassenbeiträge begrenzt werden. In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Kassen Beitragsanhebungen angekündigt.

Schmidt warf den Kassen derweil vor, zu wenig zur Eindämmung ihrer Kosten zu tun. So seien die Verwaltungskosten mit 4 % überdurchschnittlich gestiegen.

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