Kostenentlastung erst in 2003
Nemetschek senkt Jahresprognosen

Der unter der schwachen Baukonjunktur leidende defizitäre Anbieter von Bau- und Architektursoftware, Nemetschek, hat seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr gesenkt und einen Stellenabbau angekündigt.

rtr MüNCHEN. Die Konjunktur- und Strukturkrise der deutschen Bauindustrie sowie die anhaltende Investitionszurückhaltung im IT-Sektor ließen für 2002 nur noch einen Umsatz von 105 bis 110 Mill. ? statt der ursprünglich anvisierten 120 Mill. ? erwarten, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Dienstag mit. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nun mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet, statt einem Gewinn von fünf Mill. ?. An der Börse verloren die Nemetschek-Aktien in einem schwächeren Gesamtmarkt rund 13 % auf 2,57 ?.

Als Reaktion auf das anhaltend schwierige Marktumfeld kündigte Nemetschek den Abbau von über 100 der knapp 1000 Arbeitsplätze an. Mit einer deutlichen Kostenentlastung sei aufgrund des anfallenden Restrukturierungsaufwands aber erst 2003 zu rechnen. Bei einem Umsatz auf dem Niveau von 2002 werde im kommenden Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone erwartet.

Im Geschäftsjahr 2001 verzeichnete die Gesellschaft vor allem wegen hoher Abschreibungen auf Firmenwerte einen Fehlbetrag von 46 Mill. ?. Der Umsatz lag mit 124 Mill. ? knapp unter dem Vorjahreswert.

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