Kostenersparnisse durch Übernahme
Hintergrund: Chevron geht als Nummer zwei in die Offensive

dpa-afx NEW YORK. Die Chevron Corp. ist mit einem Umsatz von 36,6 Mrd. $ und einem Gewinn von 2,1 Mrd. $ im Jahr 1999 als zweitgrößer US-Ölkonzern weit hinter die ExxonMobil-Gruppe abgerutscht. Diese hatte als größter US-Ölriese 1999 einen Umsatz von rund 187 Mrd. $ und einem Gewinn von 7,9 Mrd. $ erwirtschaftet. Chevron will sich jetzt durch die Übernahme von Texaco, dem drittgrößten US-Ölkonzern, für 37 Mrd. $ stärken.

Größe spielt in der Ölbranche angesichts der jährlichen Milliardenausgaben für die Ölexploration, für Raffinerien und Tankstellennetze eine enorme Rolle. Exxon hat im Zuge der Mobil-Übernahme rund 19 000 Stellen gestrichen und fast 5 Mrd. $ eingespart.

Chevron könnte durch die Übernahme von Texaco Kostenersparnisse von bis zu 1,2 Mrd. $ verbuchen. Das würde nach Ansicht von Wall Street-Analysten dem unter Druck stehenden Aktienkursen beider Firmen helfen.

Der Chevron-Umsatz ist im ersten Halbjahr 2000 um 62 % auf 24,9 Mrd. $ in die Höhe geschossen. Der Gewinn hat sich mit 2,16 Mrd. $ mehr als verdreifacht. Der neue Chevron-Chef Dave O'Reilly begründete die große Umsatz- und Gewinnsteigerung mit den stark gestiegenen Preisen für Rohöl, Erdgas und Mineralölprodukte.

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