Kostenfreie SMS machen keinen Sinn
Finanzierungskonzepte für SMS

Wie sehen Finanzierungsmodelle im Mobile Business aus? Wie können sogenannte 3rd-Parties vom SMS-Boom profitieren? Diesen Fragen wurde u.a. auf dem Kongress Mobile Business am 25. April auf der TelcoNet in Neuss nachgegangen.

DÜSSELDORF. Neben Mobilfunkanbietern wie D1, D2, E-plus und Viag Interkom entdecken auch sogenannte 3rd Parties SMS als Vehikel. SMS würden zumeist noch kostenfrei verschickt, aber Helmut an de Meulen, Geschäftsführer bei Materna Informations & Communications, Dortmund, vertritt die Ansicht: "Das bringt überhaupt nichts. Keiner macht damit Geld. Alle Anbieter, die von den möglichen 160 Zeichen eine bestimmte Anzahl von Zeichen für ihre Werbung nutzen, verlieren damit Geld." Die damit erlösten 0,5 bis 1 Pfennig pro SMS stünden in keiner Relation zu den Übertragungskosten der Anbeiter von SMS-Inhalten.

SMS gegen Berechnung

Da lohne es sich schon eher, SMS gegen Berechnung zu versenden. Zum Beispiel könnte eine Bank anbieten, ihren Kunden zu bestimmten Ereignissen oder Zeitpunkten eine SMS zu schicken. Beispielsweise erhält der Kunde eine SMS, wenn sein Kontostand ins Minus gerutscht ist. Oder aber ihm wird zu einem bestimmten Zeitpunkt sein aktueller Kontostand übertragen. Dafür zahlt der Kunde eine Gebühr (Push-Dienst gegen Berechnung oder auch Mobile Terminated Charging). Dieser Betrag wird dann zwischen dem Netzbetreiber und der Bank aufgeteilt. "Das ist ein Modell, das immer stärker nachgefragt wird und für Contentbetreiber sehr interessant ist", erklärt an de Meulen.

SMS-Dialog mit Umsatzbeteiligung

Einen anderen Ansatz verfolgt der MO (Mobile Originated) Kickback bzw. der SMS-Dialog mit Umsatzbeteiligung. Der Nutzer versendet eine SMS und zahlt dafür rund 39 Pfennig. Derjenige, der den Handynutzer animiert hat, die SMS zu versenden, erhält dafür einen Teil des Umsatzes: Zum Beispiel wird einem Fernsehsender, der per SMS auf ein bestimmtes Angebot hingewiesen oder zu einer Abstimmung aufgerufen hat, für jede SMS-Antwort, einen vorher festgelegten Betrag überwiesen.

Schreiben Sie der Autorin: : u.latzke@vhb.de

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