Kostengünstigere Hotline für Bahncard-Inhaber
Telefon-Auskunft der Bahn wird fünf Mal teurer

Die Telefon-Auskunft der Bahn soll ab September deutlich teurer werden. Dafür werden Fahrplanauskünfte per Computeransage künftig gratis sein. Die neue Beratung mit zwei Rufnummern soll am 1. September starten.

HB/dpa FRANKFURT. Der neue gestaffelte Tarif für die persönliche Beratung oder Buchung eines Tickets betrage bei einem zweiminütigen Gespräch etwa 60 Cent pro Minute, sagte heute Jürgen Büchy, Vertriebschef für Personenverkehr. Mit längerer Gesprächsdauer sollen die Kosten auf etwa 50 Cent pro Minute sinken. Zur Zeit kostet jeder Anruf bei der Bahnauskunft 12 Cent pro Minute.

"Die persönliche Beratung am Telefon ist auch für uns ein sehr teurer Service. Das müssen wir zum Teil an unsere Kunden weitergeben", begründete Büchy die Preiserhöhung. In Zukunft solle die kostenpflichtige Nummer 11 8 61 zu einem einheitlichen Zugang für alle Telefondienste der Bahn ausgebaut werden. Unter der kostenlosen Nummer 0800 150 70 90 könnten Kunden dagegen Fahrplanverbindungen über ein Sprachdialogsystem abrufen. Nachfragen wie etwa nach der günstigsten Verbindung könnten dabei aber nicht beantwortet werden.

Bahncard-Inhabern will die Bahn ab November eine kostengünstigere Hotline anbieten. Diese Kunden müssen dann für eine Beratung und den Ticketkauf am Telefon wie bisher 12 Cent pro Minute bezahlen. "Das ist ein Service für unsere Stammkunden", sagte Büchy. Um das Angebot auch für andere Kunden zu verbessern, sollen 500 neue Mitarbeiter für die Telefon-Auskunft eingestellt werden.

Aus rechtlichen Gründen können Anrufer bei der Bahn zukünftig auch Telefonnummern erfragen. Die Regulierungsbehörde schreibt einen solchen Service für alle Rufnummern vor, die mit 11 8 beginnen. Allerdings habe man den Preis für eine solche Auskunft mit 1,45 Euro relativ hoch gesetzt: "Wir möchten nicht mit der Telekom in Konkurrenz treten, sondern müssen diese Vorgaben einfach erfüllen", sagte Büchy.

Die Bahn verkauft nach eigenen Angaben etwa zwei Prozent aller Tickets über das Telefon. Der Großteil der etwa 19 Millionen Anrufer jährlich erfrage lediglich Fahrpläne oder Preise. Für die Telefondienste gibt der Konzern einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr aus, der laut Büchy auch mit den neuen Tarifen nur zu einem Drittel aus den Einnahmen gedeckt werde.

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