Kostenlose Behandlung
Wanderarbeiter verlassen SARS-Gebiete

China hat am Mittwoch erneut 159 neue Fälle der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS gemeldet. Allein in Peking seien innerhalb eines Tages wieder 97 Patienten hinzugekommen, berichtete das Gesundheitsministerium in der chinesischen Hauptstadt.

HB/dpa PEKING. Inzwischen wächst die Sorge, dass Wanderarbeiter die Krankheit im Lande weiter verbreiten. Die Provinz Henan berichtete, 800 000 ihrer etwa fünf Millionen Wanderarbeiter seien in jüngster Zeit in die Provinz zurückgekehrt. Drei Viertel seien aus Gebieten gekommen, wo es Fälle des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) gebe, berichtete der China News Service.

Auch die Provinz Hebei, die Peking umschließt, registrierte die Rückkehr von einer Million Arbeitern. Viele dürften im schwer betroffenen Peking gearbeitet haben, das normalerweise zwei Millionen Arbeiter aus anderen Provinzen beschäftigt.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao versprach der bäuerlichen Bevölkerung kostenlose Behandlung bei SARS-Erkrankungen. Auf den Titelseiten der staatlichen Zeitungen sicherte der Regierungschef zu, dass die Bauern für Untersuchungen, Quarantäne, medizinische Behandlung und den Krankenhausaufenthalt nichts zahlen müssten.

Die auf einer Kabinettssitzung gegebene Zusage gilt auch für Arbeiter im ländlichen Raum, wo zwei Drittel der 1,3 Milliarden Chinesen leben. Wie das Versprechen aber in der Praxis von Krankenhäusern und Behörden vor Ort umgesetzt werden kann, ist unklar. Viele ländliche Kliniken haben wenig Geld.

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