Kostenlose Software zum anonymen Surfen
China will Internet-Inhalte stärker kontrollieren

Die chinesische Regierung hat neue Vorschriften erlassen, um Internet-Veröffentlichungen besser kontrollieren zu können.

Reuters PEKING. Wie die amtliche "Wirtschaftszeitung" am Montag berichtete, müssen unter anderem Webseiten-Betreiber die ab dem 1. August in Kraft tretende neue Vorschrift befolgen. Andernfalls seien Strafen vorgesehen, die aber nicht genannt wurden. Es ist anzunehmen, dass Internetseiten mit pornografischen Inhalten, mit Informationen über Tibet, Demokratie in China und über die verbotene Glaubensgemeinschaft Falun Gong von der Pekinger "Web- Polizei" besonders genau geprüft werden.

Für die regierende Kommunistische Partei Chinas (KPCh) stellt das Internet eine besondere Bedrohung für die Kontrolle dar, die über alle Medien ausgeübt wird. Durch die rasante Entwicklung des Internets hätten "sich eine Reihe von Problemen ergeben, die effektiven Vorschriften bedürfen", hieß es in der Zeitung weiter. Diese Vorschriften beträfen auch Herausgeber von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und audiovisuellen Produkten sowie wissenschaftliche Arbeiten im Internet.

Die neuen Regeln wurden in der Folge der Ankündigung von Computerhackern bekannt, die Länder mit Internetzensur mit einer kostenlosen Software zum anonymen Surfen versorgen wollen. Der international bekannte Hacker "Mixter" gab der Software bei einem Treffen am Wochenende in New York den Namen "Sechs/Vier". Dies sei als Andenken an das Studentenmassaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking am 04. Juni 1989 gedacht.

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