Kostensenkung auf der Agenda
WestLB will sich auf Euro-Zone konzentrieren

Die WestLB AG will ihre Aktivitäten in Asien und Lateinamerika zurückschrauben und sich künftig stärker auf die Euro-Zone konzentrieren.

Reuters DÜSSELDORF. Nachdem Finanzierungsgeschäfte in London zu hohen Abschreibungen bei dem Institut geführt hatten, sagte WestLB - Chef Jürgen Sengera in einem am Mittwoch in nachrichtlicher Fassung vorab verbreiteten Interview der "WirtschaftsWoche": "Wir werden unsere Aktivitäten künftig stärker auf Euroland konzentrieren." Die Aktivitäten in Asien und Lateinamerika sollten dagegen weiter zurückgefahren werden. Sengera unterstrich erneut, das Institut wolle seine Kosten senken. Aufgrund der Abschreibungen waren von Anteilseignern der Bank bereits Fragen nach Konsequenzen im Vorstand gestellt worden.

Die neu gegründete WestLB AG war 2002 auf Grund einer drastisch gestiegenen Risikovorsorge und der schwachen Kapital- und Kreditmärkte tief in die Verlustzone gerutscht. Dabei war das Ergebnis auch von Betrugsfällen belastet worden. Der Jahresfehlbetrag vor Steuern hatte im Konzern bei rund 1,67 Mrd. Euro gelegen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 143 Mill. Euro erzielt worden war.

Nach langjährigem Streit zwischen dem Bund und der Europäischen Kommission um staatliche Garantien für öffentliche Banken war die bisherige Westdeutsche Landesbank Girozentrale in die öffentlich-rechtliche Landesbank NRW und die privatwirtschaftliche WestLB AG aufgespalten worden. Das Land ist Haupteigentümer der Landesbank NRW, deren 100-prozentige Tochter die WestLB AG ist. Die staatlichen Garantien fallen im Jahr 2005 weg. Die WestLB hat sich mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm auf die Streichung eingestellt. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter um mindestens 1 500 auf dann rund 7 000 Beschäftigte abgebaut werden.

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