Kostensenkung verordnet
Dyckerhoff macht Gewinnsprung

Der Zementkonzern Dyckerhoff hat in den ersten drei Monaten 2003 vor allem infolge von Beteiligungsverkäufen eine deutliche Ergebnissteigerung erzielt.

Reuters WIESBADEN. Nach einem operativen Verlust von 28 Mill. ? im Vorjahreszeitraum sei im ersten Quartal 2003 ein Betriebsgewinn von 188 Mill. ? angefallen, teilte Dyckerhoff am Mittwoch mit. Das Nettoergebnis belief sich auf 165 Mill. ? nach einem Fehlbetrag von 35 Mill. ? seit Jahresfrist. Dabei schrumpfte der Quartalsumsatz um mehr als 15 % auf 254 Mill. ?.

Dyckerhoff hatte im ersten Quartal dieses Jahres die Beteiligungen an der spanischen Gesellschaft Cementos Hispania sowie an den Anneliese Zementwerken verkauft. Allein diese Desinvestments hätten den operativen Cash Flow um 215 Mill. ? verbessert, hieß es. Der Gewinn vor Steuern kletterte auf 165 Mill. ? nach einem Verlust von 53 Mill. ? im Vorjahr. Ohne die Buchgewinne aus den Anteilsverkäufen wäre das Vorsteuerergebnis nur um drei Mill. ? gestiegen, hieß es.

Für den weiteren Jahresverlauf bekräftigte Dyckerhoff die Erwartung, dass der Konzern trotz eines anhaltend schwachen Inlandsmarktes wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Der Inlandsumsatz werde 2003 auf Grund der schwachen Nachfrage sowie des harten Preiswettbewerbs "deutlich" unter dem Vorjahreswert liegen, hieß es. Der Konzernumsatz insgesamt werde bereinigt um die Beteiligungsverkäufe auf voraussichtlich rund 1,3 Mrd. ? sinken.

Der Wiesbadener Zementhersteller zeigte sich indes zuversichtlich, die angestrebten Ziele im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "Dyckerhoff 21" mindestens zu erreichen. Die geplante Ergebnisverbesserung von insgesamt 95 Mill. ? - von denen in diesem Jahr bereits mehr als die Hälfte realisiert werden soll - werde übertroffen, hieß es.

Auch setze Dyckerhoff den Kurs zur Reduzierungen der Schulden fort, teilte das Unternehmen weiter mit. Neben Beteiligungsverkäufen solle hierzu auch eine Verringerung der Investitionsausgaben beitragen. Allein in den ersten drei Monaten sank die Zahl der Mitarbeiter im Konzern um mehr als 14 % auf knapp 9000.

Der Kurs der Dyckerhoff-Vorzugsaktien sprang nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als sechs Prozent auf 8,50 ?.

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