Kostensenkung wird in Angriff genommen
Hamburger Sparkasse hinkt hinterher

Die Hamburger Sparkasse hat im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlichen Ertragseinbruch erlitten. Das Betriebsergebnis nach Bewertung habe sich bei einer nahezu unveränderten Risikovorsorge um 41 Prozent auf 118 Mio EUR abgeschwächt, teilte der Vorstandssprecher der größten deutschen Sparkasse, Karl-Joachim Dreyer, am Freitag in Hamburg mit.

vwd HAMBURG. "Die Ertragsentwicklung ist deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben", resümierte Dreyer und führte als Begründung dafür vor allem die "ungünstigen Rahmenbedingungen" des vergangenen Jahres an.

Bei einem unveränderten Zinsüberschuss von 627 (625) Millionen Euro und einem leicht abgeschwächten Provisionsergebnis von 161 (164) Millionen Euro stellte sich das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften bei minus 13 (minus sechs) Millionen Euro ein. Dieser Ertragsposition habe ein um 7,3 Prozent auf 614 Millionen Euro erhöhter Verwaltungsaufwand gegenüber gestanden. Bei den Sachaufwendungen habe sich vor allem die Euro-Bargeldeinführung und bei den Personalaufwendungen der Wechsel zu einem leistungs- und erfolgsabhängigen Vergütungsystem mit einer gleichzeitig gebildeten Rückstellung ausgewirkt.

Dreyer kündigte an, im laufenden Jahr verstärkt Kostensenkungsmaßnahmen vorzunehmen. Ein großer Teil werde auf den Anschluß an eines der Verbandsrechenzentren, entweder die dvg in Hannover oder die SI in Münster, entfallen. Die IT-Position schlage bei der Haspa allein beim Personalaufwand mit 66 Millionen Euro zu Buche. Hier seien Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro möglich. Eine Präferenz für eines der beiden Rechenzentren sei noch nicht gefallen, die Entscheidung solle aber bis Ende Juni vorliegen.

In das laufende Jahr ist das Institut Dreyers Worten zufolge "erwartungsgemäß" gestartet. Im ersten Quartal habe sich die Finanzierungsnachfrage sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft abgeschwächt. Diese verhaltene Entwicklung gelte ebenfalls für das Provisionsgeschäft. Der Trend zu einer leicht steigenden Wertberichtigung werde auch im weiteren Jahresverlauf anhalten, sich aber nicht "spektakulär" auswirken, sagte er.

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