Kostensenkungen und gestiegene Umsätze
Euronext verzeichnet kräftiges Gewinnplus

Der paneuropäische Börsenbetreiber Euronext hat im vergangenen Jahr dank gestiegener Umsätze und Kostensenkungen seinen Gewinn deutlich gesteigert.

Bloomberg PARIS. Als besonders wachstumsstark erwies sich Euronext.liffe: Die Derivatebörse in London steigerte den Umsatz 13 %. Der Nettogewinn von Euronext für 2002 betrug vor Sonderposten 95 Mill. Euro, nach 58 Mill. im Vorjahr. Beim Vorjahreswert handelt es sich um eine berichtigte Vergleichsgröße, die den theoretischen Gewinn berechnet, wenn die Londoner Derivatebörse Liffe und die portugiesische Börse Lissabon-Porto bereits zu Euronext gehört hätten.

Die Investoren nahmen das Ergebnis positiv auf: Die Euronext-Aktie gewann am Freitag nach Bekanntgabe der Zahlen in Paris über 5 %. Der Nettogewinn lag leicht über den Erwartungen der Analysten.

Die europaweit vertretene Euronext entstand aus der Fusion der Börsen Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris. 2001 kam die Derivatebörse London International Financial Futures Exchange (LIFFE) hinzu. Die jetzt in Euronext.liffe umbenannte Börse für Finanzderivate ist der zweitgrößte Derivatehandelsplatz in Europa. "Wir sind ausgesprochen zufrieden mit der Entwicklung von Liffe", sagte der Vorstandsvorsitzende Jean-François Theodore auf einer Telefonkonferenz. "Unser Hauptgeschäft liegt jetzt beim Handel mit Derivaten". Mit Finanzderivaten sichern sich Marktteilnehmer gegen einen Kursverfall ihrer Wertpapier ab. Spekulativ orientierte Investoren setzen mithilfe dieser Produkte auf Kursveränderungen.

Euronext konkurriert mit der London Stock Exchange Plc und der Deutschen Börse AG in Frankfurt darum, die wichtigste Europas zu werden. Theodore erwartet, dass der Ebitda-Gewinn im Derivategeschäft dieses Jahr um weitere 26 % zulegt. Die Dividende soll um 29 % auf 45 Cent je Aktie angehoben werden. Der Gesamtumsatz dürfte dagegen "nur leicht ansteigen", nachdem er 2002 um 6,4 % zulegte.

Der operative Gewinn dürfte dank Kosteneinsparungen stärker wachsen, teilte das Unternehmen mit. Bereits 2002 konnten 8,1 % der Kosten eingespart werden. "Das Management spricht immer wieder von der Kostenkontrolle. Dieser Ansatz dürfte das Ebit auch für 2003 ankurbeln", sagte der Analyst Manus Costello von Merrill Lynch & Co.

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