Kostensenkungsprogramm: Meyer Werft entlässt fast ein Drittel ihrer Mitarbeiter

Kostensenkungsprogramm
Meyer Werft entlässt fast ein Drittel ihrer Mitarbeiter

Der Luxusliner-Bauer Meyer Werft will wegen fehlender Aufträge und eines harten internationalen Preisdruckes fast ein Drittel ihrer Mitarbeiter entlassen. Die Belegschaft von momentan rund 2 600 Beschäftigten müsse um rund 800 Mitarbeiter verringert werden, teilte das für seine luxuriösen Kreuzfahrtschiffe bekannte Unternehmen aus Papenburg am Montag mit.

HB/dpa PAPENBURG. Insbesondere für das kommende Jahr bestünden personelle Überkapazitäten. Der Personalabbau soll nach Angaben eines Sprechers voraussichtlich bis zum Jahresende erfolgen.

Derzeit liefen Verhandlungen über neue Aufträge für den Bau von großen Kreuzfahrtschiffen, hieß es. Die Werft hoffe, dass über die Vergabe der Aufträge bis zum Sommer entschieden werde. "Die aus diesen Auftragsgesprächen erkennbare mögliche Auslastung reicht bei weitem nicht aus, die vorhandenen Kapazitäten zu beschäftigen."

Der Betriebsratsvorsitzende Helmut Plöger zeigte sich "betroffen und fassungslos" angesichts des angekündigten Stellenabbaus. "Die 800 dürfen nicht stehen bleiben. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung und der IG Metall müssen wir nach Wegen zum Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze suchen."

Die Werft teilte mit, dass über den Personalabbau hinaus "gravierende weitere Maßnahmen" zur Kostensenkung nötig seien. "Da die Preise für Kreuzfahrten beim Endverbraucher sinken, erwarten die Reedereien entsprechend niedrigere Schiffspreise." Die Meyer Werft werde sich intern weiter restrukturieren, um dieses Preisniveau bei gleicher Qualität der Schiffsneubauten zu erreichen. Schon in den vergangenen Jahren habe die Werft durch geänderte Fertigungsabläufe ihre Produktivität erhöht, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Das Unternehmen betonte, dass der Personalabbau das unverzichtbare Know How der Werft nicht beeinträchtigen dürfe. Mit dem Betriebsrat und der IG Metall Küste werde versucht, zu einvernehmlichen Vereinbarungen über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich zu kommen.

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