Kostspielige Urlaubsreisen
Frankreichs Präsident Chirac soll Finanzen offenlegen

In Frankreich haben Richter Staatspräsident Jacques Chirac einem Zeitungsbericht zufolge aufgefordert, seine Finanzverhältnisse offenzulegen.

rtr PARIS. Es solle festgestellt werden, wovon Chirac verschiedene kostspielige Urlaubsreisen, auch von Angehörigen und Mitarbeitern, bezahlt habe, berichtete die Zeitung "Liberation" (Sonntagausgabe) am Samstag vorab. Chirac hatte die strittigen Reisen zwischen 1992 und 1995 nach eigenen Angaben bar bezahlt und erklärt, das Geld habe aus geheimen, aber legalen Regierungsfonds gestammt. Chiracs Büro lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Vergangene Woche hatten die zuständigen Richter beschlossen, Chirac müsse wegen der Reisen nicht aussagen, weil er als Staatspräsident Immunität genieße. Der 68-jährige Chirac hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück gewiesen und gesagt, derartige "Verdächtigungen, Gerüchte und Manipulationen" fügten der Demokratie uund Frankreich Schaden zu. Die Pariser Staatsanwaltschaft untersucht bereits seit einiger Zeit Vorwürfe finanzieller und politischer Unregelmäßigkeiten während Chiracs 18-jähriger Amtszeit als Bürgermeister von Paris bis 1995.

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