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Kostunica begnadigt inhaftierten Journalisten

afp BELGRAD/PARIS. Der neue jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica hat den in Serbien inhaftierten AFP-Journalisten Miroslav Filipovic begnadigt. Wie das französische Außenministerium am Montag mitteilte, habe die Pariser Regierung mit großer Freude von der Entscheidung Kostunicas erfahren. Ein Sprecher des Pariser Außenamtes sagte, dass die französische EU-Ratspräsidentschaft mehrfach die Inhaftierungen Filipovics Ende Juli und Anfang September sowie die Bedingungen von dessen Prozess verurteilt habe. Paris habe die Freilassung Filipovics gefordert.

Unter der Regierung des ehemaligen Präsidenten Slobodan Milosevic hatte ein Militärgericht in der südserbischen Stadt Nis Filipovic wegen des Vorwurfs der Spionage zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Journalist soll sich der "Spionage in Verbindung mit der Verbreitung von Falschinformationen" schuldig gemacht haben. Filipovic arbeitete für die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) sowie für die unabhängige Tageszeitung "Danas" und einen Internet-Nachrichtendienst mit Sitz in London. Er setzte sich in mehreren unabhängigen Organisationen für die Wahrung der Menschenrechte ein.

Derweil wurden am Montag in Belgrad vier seit Juli inhaftierte Niederländer wieder freigelassen. Wie deren Anwalt Zoran Jovanovic mitteilte, wurden die vier unmittelbar von der Botschaft ihres Landes in der jugoslawischen Hauptstadt aufgenommen. Die serbische Justiz hatte ihnen vorgeworfen, als Geheimagenten Mordpläne gegen Milosevic geschmiedet zu haben. Die vier Niederländer hatten diese Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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