Archiv
KPMG-Analyse: Körperschaftsteuersätze in osteuropäischen EU-Beitrittsländern

Eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG anlässlich des zum 1. 5. 2004 erfolgenden ...

Eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG anlässlich des zum 1. 5. 2004 erfolgenden EU-Beitritts acht osteuropäischer Länder zeigt, dass die Körperschaftsteuersätze dieser Staaten weit unter den EU- und OECD-Durchschnittswerten liegen. Die Körperschaftsteuersätze variieren zwischen 15% und 31%; in Estland gilt unter bestimmten Voraussetzungen sogar ein Steuersatz von nur 0%. Bei den meisten Beitrittsländern ist der Steuersatz damit niedriger als in Deutschland. In Deutschland wird er in 2004 noch 25% betragen (nach 26,5% in 2003). Fünf von acht Beitrittsländern haben für 2004 eine weitere Senkung der Körperschaftsteuersätze angekündigt. Am attraktivsten für ausländische und einheimische Investoren ist auf Basis dieser Zahlen Litauen, das mit einem Körperschaftsteuersatz von 15% nur unwesentlich über dem Steuersatz von Irland (12,5%) liegt.
Nach Auffassung von Dr. Bernd Erle, im KPMG-Vorstand für den Geschäftsbereich Tax zuständig, wird der Wettbewerb um Investitionen mittelfristig zu einer weiteren Senkung der Körperschaftsteuersätze in den osteuropäischen Beitrittsländern führen. So hätten Ungarn und Lettland bereits eine Reduzierung der Körperschaftsteuersätze beschlossen, und andere Länder könnten ihnen folgen. Für Deutschland bedeutete dies eine Verschärfung des Standortwettbewerbs.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 30.10.2003

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%