Krach bei der FDP
Westerwelle: Möllemann muss Hut nehmen

Die FDP zieht erste Konsequenzen aus dem schwachen Wahlergebnis. Parteichef Westerwelle forderte Möllemann zum Rücktritt auf.

rtr BERLIN. Das Präsidium der FDP hat den stellvertretenden Parteivorsitzenden Jürgen Möllemann aufgefordert, diesen Posten niederzulegen. FDP-Chef Guido Westerwelle sagte am Sonntagabend in Berlin, die in der vergangenen Woche von Möllemann neu entfachte Antisemitismus-Debatte habe der FDP sehr geschadet.

Zugleich räumte Westerwelle eine eine Niederlage der FDP bei der Bundestagswahl ein. "Dies ist ein Wahlabend, der für uns enttäuschend ist", sagte Westerwelle. "Wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben." Die FDP liegt nach den jüngsten Hochrechnungen an vierter Stelle deutlich hinter den Grünen. Das Wahlziel von 18 % verfehlten sie mit über zehn Prozentpunkten Abstand.

Möllemann, der auch Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen ist, hatte wenige Tage vor der Wahl seine Angriffe gegen Israel und das Mitglied des Zentralrats der Juden, Michel Friedmann, wiederholt und damit weit reichende Kritik in der FDP ausgelöst.

Für eine Ablösung Möllemanns im Präsidium ist jedoch ein Bundesparteitag notwendig.

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