Kräftiger Gewinnsprung
Cisco Systems glänzt mit Gewinnexplosion

Der weltgrößte Computernetzwerk-Ausrüster hat mit seinem Gewinnanstieg im ersten Quartal die Analystenprognosen leicht übertroffen. Dennoch fiel der Kurs der Aktie auf 54,25 $.

dpa SAN JOSE. Der weltgrößte Internet-Ausrüster Cisco Systems hat für das erste Quartal seines neuen Geschäftsjahres 2000/2001 einen kräftigen Gewinnsprung vermeldet und die amerikanischen Anleger dennoch enttäuscht. Obwohl Umsatz und Gewinn der Cisco Systems Inc. (San Jose/Kalifornien) über den Erwartungen von Analysten an der New Yorker Wall Street lagen, fielen die Cisco-Aktien im vorbörslichen Handel am Dienstag um 0,87 auf 54,25 $.

Cisco verdiente von August bis Ende Oktober 798 Mill. $ (rund 1,8 Mrd. DM/920 Mio Euro). Dies war fast doppelt so viel wie im ersten Quartal des vorigen Geschäftsjahres (rund 415 Mio $). Bereinigt um Sonderfaktoren schnellte der Cisco-Quartalsgewinn sogar auf 1,36 Mrd. $ in die Höhe. Der Umsatz erhöhte sich binnen Jahresfrist um 66 % auf 6,52 Mrd. $.

Cisco-Präsident John Chambers zeigte sich mit der Entwicklung in allen Geschäftszweigen, Produktgruppen und Regionen zufrieden. Er sei für das kommende Jahrzehnt ausgesprochen optimistisch, versicherte er. Der Erfolg des Unternehmens in den vergangenen zehn Jahren sei erst der Anfang gewesen. Allerdings hat sich der Auftragseingang von Seiten der Telekomfirmen verlangsamt. Chambers rechne für 2000/2001 dennoch mit einer Umsatzsteigerung von 50 bis 60 %, berichtete die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur "Bloomberg".

Cisco ist in den vergangenen Jahren durch viele Firmenaufkäufe außerordentlich stark gewachsen. Chambers sieht in Zukunft sogar noch Potenzial für weitere Zukäufe, da viele Firmen in einem schwächeren wirtschaftlichen Umfeld billiger zu haben seien, erklärte er dem Wirtschaftsfernsehsender CNBC.

Cisco Systems hat einen Börsenwert von rund 388 Mrd. $ und ist nach General Electric das teuerste US-Unternehmen. Die Cisco-Aktien sind seit ihrem Hoch im März allerdings um rund ein Drittel gefallen. Die Wall Street ist angesichts der Probleme vieler Telekom - und Internetunternehmen derzeit sehr nervös, weil sich dies beim Auftragseingang einiger Telekom - und Internetausrüster bereits negativ ausgewirkt hat.

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