Kräftiger Umsatzanstieg
Microsoft verdoppelt Quartalsgewinn

Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 dank seines neuen Lizenzprogramms den Gewinn mehr als verdoppelt und die Gewinnerwartungen der Wall-Street-Analysten weit übertroffen.

HB/dpa REDMOND. Der Windows-Riese erhöhte am Donnerstagabend auch die Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr und hob sich damit erneut von vielen anderen Technologiefirmen ab, die schwer unter der Branchenflaute und der schwachen Konjunktur leiden.

Microsoft verdiente in dem am 30. September beendeten Dreimonatsabschnitt 2,73 Milliarden Dollar oder 50 Cent je Aktie gegenüber 1,28 Milliarden Dollar oder 23 Cent je Aktie im Vorjahresquartal. Die Wall Street hatte nur mit einem Gewinn von 43 Cent je Aktie gerechnet. Der Quartalsumsatz wurde um 26 Prozent auf 7,75 Milliarden Dollar gesteigert. Microsoft hatte zum Quartalsende 40,5 Milliarden Dollar liquide Mittel. Die Aktie des weltgrößten Softwareunternehmens legte nachbörslich kräftig um 4,6 Prozent auf 53,14 Dollar zu.

"Die Ergebnisse des ersten Quartals waren außerordentlich stark und haben unsere Erwartungen übertroffen", betonte Finanzchef John Connors. Er betonte, dass viele Kunden langfristige Lizenzabkommen für Microsoft-Produkte, eine Art Abonnement auf Software-Updates, abgeschlossen haben. Im Zuge der mehrjährigen Abkommen zahlen sie regelmäßige Lizenzgebühren für die jeweils neueste Version eines Programms.

Solides Wachstum

Connors verwies auf das "solide Wachstum" bei Windows XP, Office XP und bei Server-Software. Microsoft verkaufte seit der Einführung von Windows XP vor knapp einem Jahr mehr als 67 Millionen Kopien des Betriebssystems. Alle Microsoft-Sparten wiesen doppelstellige Zuwachsraten auf. Bei PC-Betriebssystemen legte Microsoft um 33 Prozent auf 2,85 Milliarden Dollar zu. Die Unterhaltungssparte mit dem Hauptprodukt der Spielekonsole Xbox steigerte den Umsatz sogar um 82 Prozent auf 485 Millionen Dollar. Mit Server-Software legte Microsoft um 14 Prozent und mit dem Online-Dienst MSN um 23 Prozent zu.

Microsoft setzte in der Berichtszeit in Nord- und Südamerika 2,7 (Vorjahres: 2,3) Milliarden Dollar um und in der Region Europa/Naher Osten und Afrika 1,5 (1,1) Milliarden Dollar. Der asiatisch- pazifische Raum steuerte 860 (692) Millionen Dollar zum Umsatz bei und die Computerhersteller 2,7 (zwei) Milliarden Dollar. Connors bezeichnete die globalen wirtschaftlichen Aussichten als weiterhin unsicher.

Microsoft erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar bis 8,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie soll 45 bis 46 Cent erreichen. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 32,2 Milliarden Dollar bis 32,6 Milliarden Dollar und einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,89 Dollar bis 1,95 Dollar. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft bei einem Umsatz von 28,36 Milliarden Dollar auf vergleichbarer Berechnungsgrundlage 1,41 Dollar je Aktie verdient.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%