Kraftstoffversorgung
Britische Regierung will notfalls Armee gegen Spritpreis-Proteste einsetzen

dpa-afx LONDON. Zur Sicherstellung der Kraftstoffversorgung bei möglichen neuen Spritpreisprotesten in Großbritannien könnte auch die Armee eingesetzt werden. Die Soldaten könnten "als allerletztes Mittel" als Fahrer von Tanklastwagen fungieren, sagte der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Lord MacDonald, am Samstag im BBC-Radio. "Wenn es neue Blockaden gibt, und wenn es um Leben oder Tod geht, steht die Armee in letzter Instanz bereit", sagte MacDonald.

Innenminister Jack Straw hatte sich am Freitag mit der Polizei, den Ölgesellschaften und Gewerkschaften auf Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung verständigt. Der Inhalt der Verabredungen blieb zum großen Teil vertraulich.

Zu den praktischen Maßnahmen gehören ein "koordiniertes Frühwarnsystem", mit dem die Behörden auf die Gefahr neuer Blockaden von Ölraffinerien und Depots aufmerksam gemacht werden sollen. Straw behielt sich auch neue gesetzliche Regelungen vor. Die Organisatoren der Benzinpreisproteste von Mitte September - Bauern und eigenständige Kleinspediteure - haben der Regierung zur Senkung der Kraftstoffpreise eine "Frist" bis zum 13. November gesetzt.

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