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Krankenpfleger gibt Tötung von weiteren vier Patienten zu

Der wegen der Tötung von Patienten inhaftierte Krankenpfleger aus dem bayerischen Sonthofen hat eingeräumt, weitere vier Menschen zu Tode gespritzt zu haben.

dpa KEMPTEN/SONTHOFEN. Der wegen der Tötung von Patienten inhaftierte Krankenpfleger aus dem bayerischen Sonthofen hat eingeräumt, weitere vier Menschen zu Tode gespritzt zu haben.

In einem Fall soll der 25-Jährige einem Patienten, der einen ersten Medikamenten-Mix überlebt hatte, wenige Tage später eine tödliche Spritze gesetzt haben. Ihm werden jetzt 16 Tötungsfälle vorgeworfen. Der 25-Jährige hatte nach seiner Verhaftung Ende Juli zehn Tötungen gestanden. Während der Untersuchungshaft hatte er zugegeben, zwei weitere Patienten getötet zu haben.

Bei den Vernehmungen wurden dem Krankenpfleger insgesamt 81 Todesfälle vorgehalten, die sich während seiner Arbeitszeit von Anfang vorigen Jahres bis zur Verhaftung auf der Inneren Station des Sonthofener Krankenhauses ereignet hatten.

Anhand der Krankenunterlagen sei der Pfleger bemüht gewesen, sich an alle Vorgänge zu erinnern, sagte die Staatsanwaltschaft. Dabei gab der aus Ludwigsburg stammende Pfleger zu, zu den bisher bekannten zwölf Fällen noch zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 80 und 95 Jahren mit einer Spritze getötet zu haben.

Das Klinikpersonal war dem Pfleger nach dem Diebstahl von Medikamenten auf die Spur gekommen. Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei in der Wohnung des 25-Jährigen mehrere leere Ampullen gefunden. Nach Einschätzung von Ärzten hätte die Menge ausgereicht, um mindestens 17 Menschen zu töten.

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