Krawalle
50 Festnahmen beim Spiel Niederlande - Russland

Alle Hände voll zu tun hatte die Baseler Polizei rund um das EM-Viertelfinale zwischen Russland und den Niederlanden. Auch Schweizer Fans mischten mit. Insgesamt wurden 50 Personen in Gewahrsam genommen.

Alle Hände voll zu tun hatten Sicherheits-, Rettungskräfte und Schankpersonal rund um das Viertelfinale zwischen den Niederlanden und Russland bei der EM am Samstag. Wie die Polizei Basel am Tag nach dem 3:1 der Russen nach Verlängerung vermeldete, seien im Zuge von Ausschreitungen nach dem Abpfiff 50 Personen festgenommen oder in Gewahrsam genommen worden.

Lage jederzeit im Griff

Die Polizei hatte bei diversen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der beiden Viertelfinalisten und auch Schweizer Fans im gesamten Stadtbereich jederzeit die Lage im Griff, musste aber starke Präsenz zeigen. Nach Schätzungen der Behörden haben sich am Samstag insgesamt zwischen 150 000 und 180 000 Besucher in der 165. 000 Einwohner zählenden Stadt aufgehalten. Über 100 000 Niederländer waren den Erhebungen zufolge angereist.

Aufgrund des hochsommerlichen Wetters mit Temperaturen um die 30 Grad mussten die Sanitäter zum Teil Schwerstarbeit verrichten. Insgesamt wurde 800 Personen wegen Kreislaufproblemen behandelt, 65 mussten davon in Krankenhäuser eingeliefert werden, bei einigen hatte auch Lebensgefahr bestanden.

Neben der Hitze verursachte auch der Alkohol bei den betroffenen Menschen die Probleme. Wie die Stadt Basel am Sonntagmorgen bilanzierte, wurden rekordverdächtige 400 000 bis 500. 000 Liter Bier ausgeschenkt. Dazu kamen 100 000 Liter Mineralwasser. 40 Tonnen Abfall wurde beseitigt.

Auch Wasserrettung im Einsatz

Auch die Wasserrettung kam noch zum Einsatz. So sprangen hunderte von Fans von den Brücken in den Rhein. Glücklicherweise blieb dieses riskante "Vergnügen" ohne Folgen. Die Wasserrettung wies daher nochmals eindringlich darauf hin, dass so etwas "hochgefährlich" sei und deshalb verboten bleibe.

Wegen des Besucherandrangs brach bereits am Vormittag der öffentliche Verkehr in Teilen Basels zusammen. Der Straßenbahnbetrieb wurde unter anderem im Innenstadtbereich eingestellt.

Insgesamt verfolgten 70 000 Menschen das Spiel in den eingerichteten Fan-Zonen. Vom Kasernen-Gelände aus machte sich vor dem Anpfiff der traditionelle Fan-Zug in einer Stärke von schätzungsweise 25 000 Personen auf den Weg zum St. Jakob Park.

© SID

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