Kreditvereinbarung mit Großbank
Splendid Medien AG rechnet mit positiven Ergebnisbetrag

vwd FRANKFURT. Die Splendid Medien AG, Köln, rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnisbeitrag. "Wir hoffen auf eine Ergebnisverbesserung, dies hängt aber von der rechtzeitigen Beendigung von Filmprojekten ab", sagte CFO Bernd Szymanski auf der Bilanzpressekonferenz am Freitag in Frankfurt. Splendid habe aus den Gewinnwarnungen am Neuen Markt gelernt und wolle lieber positiv als negativ überraschen, ergänzte der Vorstandsvorsitzende, Andreas R. Klein. Auf Nachfrage stellte Szymanski ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im guten zweistelligen Mill-DM-Bereich (Vorjahr: 10,2 Mill. DM) in Aussicht.

Der Umsatz dürfte auf rund 100 (52,6) Mill. DM klettern, bekräftigte Klein eine frühere Prognose. Aber auch hier bestünde ein gewisses Risiko der Verzögerung bei der Großproduktion "Gangs of New York", schränkte der CEO ein. Der Hollywood-Film mit Leonardo DiCaprio, bei dem Splendid als Co-Produzent mit einer Investitionssumme von 35 Mill. $ auftritt, soll bisherigen Planungen zufolge im November/Dezember 2001 fertiggestellt sein und im Januar 2002 in die Kinos kommen. Für das erste Quartal 2001 kündigte Klein einen niedriger als erwarteten Umsatz an, der jedoch nicht unter Vorjahresniveau liegen wird.

Finanzierung des weiteren Wachstums ist gesichert

Grund dafür sei die auf das zweite Quartal verschobene Auslieferung einer weiteren US-Kinoproduktion, die mit 16 Mill. DM zu Buche schlage. Zur angegriffenen Liquiditätslage - der Finanzmittelbestand aus dem Börsengang betrug zum Jahresende nur noch 2,6 (47,8) Mio DM - hieß es, die Finanzierung des weiteren Wachstums sei durch Fremdkapital gesichert. Eine Kreditvereinbarung mit einer Großbank über rund 50 Mill. DM sei bereits unter Dach und Fach, die Verhandlungen mit zwei weiteren Instituten über ein Kreditvolumen von rund 20 Mill. DM stünden kurz vor dem Abschluss. Darüber hinaus könnten weitere 20 Mill. DM über eine Kapitalerhöhung realisiert werden.

Den deutlichen EBIT-Rückgang im Vorjahr - im vierten Quartal flossen keine Erlöse - erklärte der Vorstandschef mit der deutlich zurückgegangenen Nachfrage der Fernsehsender nach Spielfilmen zu Gunsten von Doku-Soaps wie "Big Brother". Zudem seien Preise geboten worden, die für Splendid inakzeptabel gewesen seien. Nun müsse abgewartet werden, bis sich die Situation normalisiere. Dies könne noch einen Monat oder ein Jahr dauern, ein leichter Trendwechsel wieder hin zu mehr Spielfilmen sei jedenfalls bereits sichtbar, so Klein. Die Splendid-Aktie verliert am Berichtstag im Xetra-Handel bislang 4,8 % auf 7,50 Euro.

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