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Kreise: Aventis verhandelt mit Bayer über CropScience

"Aventis und Schering haben exklusive Verhandlungen mit Bayer zum Verkauf der CropScience gestartet," verlautete es am Montag im Anschluss an eine Aufsichtsratsitzung von Aventis.

Reuters PARIS. Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis und die Berliner Schering haben nach Informationen aus Kreisen exklusive Verkaufsgespräche mit Bayer über den Verkauf der Aventis-Tochter CropScience aufgenommen. "Aventis und Schering haben exklusive Verhandlungen mit Bayer zum Verkauf der CropScience gestartet," verlautete aus den Kreisen am Montag im Anschluss an eine Aufsichtsratsitzung von Aventis. Über den seit längerem geplanten Verkauf der Pflanzenschutztochter CropScience hatte es an den Märkten anhaltende Spekulationen gegeben.

Der geplante Verkauf werde wahrscheinlich von Aventis und Schering am frühen Dienstagmorgen bestätigt, hieß es in den Kreisen weiter. Aventis hält bislang 76 Prozent der Anteile und Schering 24 Prozent der Anteile an der Pflanzenschutzsparte. Weitere Einzelheiten zum Verkauf verlauteten aus den Kreisen nicht. Analysten schätzten den Wert der Aventis-Tochter zuletzt auf sechs bis acht Milliarden Euro einschließlich Schulden im Umfang von rund zwei Milliarden Euro. Die in Lyon ansässige Aventis-Tochter hat im Agrochemie-Geschäft einen Weltmarktanteil von rund 16 Prozent und ist unter anderem im Geschäft mit Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden tätig. Insgesamt beschäftigt CropScience 15.600 Mitarbeiter.

Aventis hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich von seinem Pflanzenschutzgeschäft zu trennen und sich künftig nur noch als reiner Pharmakonzern aufzustellen. Mit einem Zukauf der Aventis-Sparte könnte Bayer nach Expertenschätzungen seinen Umsatz im Agrochemie-Geschäft mehr als verdoppeln und damit in die Nähe von Syngenta aufrücken, dem weltweiten Marktführer in dem Geschäft. Das Schweizer Unternehmen weist einen Jahresumsatz von rund acht Milliarden Euro aus. Dabei hatten Branchenkenner zuletzt spekuliert, Aventis könne als Teil der Transaktion die Insektizit-Geschäfte der CropScience an die BASF abgeben, um eventuellen kartellrechtlichen Einwänden vorzubeugen.

Nach Einschätzung von Analysten würde der Kauf der Aventis-Sparte für Bayer Sinn machen. Andere Experten hatten sich allerdings besorgt darüber geäußert, Bayer werde womöglich zu viel zahlen. Zudem seien die Umsatzaussichten für das Agrochemiegeschäft derzeit nicht besonders aufregend.

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