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Kreise: Bereichsleiter von mg technologies wollen wegen Happel Firma verlassen

Mehr als die Hälfte der acht Bereichsleiter von mg technologies wollen unternehmensnahen Kreisen zufolge wegen des laufenden Machtkampfes mit Großaktionär Otto Happel und seiner Einmischung in das Tagesgeschäft die Firma verlassen.

dpa-afx FRANKFURT. Mehr als die Hälfte der acht Bereichsleiter von mg technologies wollen unternehmensnahen Kreisen zufolge wegen des laufenden Machtkampfes mit Großaktionär Otto Happel und seiner Einmischung in das Tagesgeschäft die Firma verlassen. Sie hätten entweder ihre Kündigung eingereicht oder ihr Vorhaben signalisiert, wegen der Unsicherheiten hinsichtlich der Zukunft des Unternehmens und ihrer eigenen Zukunft gehen zu wollen, sagten Kreise der Wirtschaftsnachrichten-Agentur AFX News am Montag. Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich dazu nicht äußern. Happel hält 20,7 Prozent an dem Maschinen- und Anlagenbauer.

Die Bereichsleiter sind bei mg technologies direkt dem Vorstand untergeordnet, der bei einem außerordentlichen Aufsichtsratstreffen am vergangenen Freitag versuchen wollte, die Probleme zu lösen. Medienberichten zufolge war mg-Chef Udo Stark auf der Sitzung aber mit dem Vorhaben gescheitert, den Aufsichtsrat dazu zu bewegen, Happel aus dem Gremium zu drängen. Anstatt dessen sei seine eigene Position nun gefährdet und er müsse möglicherweise zurücktreten. Der Aufsichtsrat dementierte später Spekulationen über einen anstehenden Führungswechsel.

Aus den Kreisen verlautete, Stark stehe nicht alleine da. Er werde vom kompletten Vorstand unterstützt. Der Antrag, Happels Einmischung in das Tagesgeschäft zu diskutieren, sei nicht nur von Stark unterschrieben worden, sondern von allen Vorstandsmitgliedern - von Oleas, Steiner und Moll. Klaus Moll leitet den Bereich Großanlagenbau, Jürg Oleas ist für die weitgehend verkaufte Chemiesparte verantwortlich und Peter Steiner ist Finanzvorstand.

Happel hatte im vergangenen Jahr Starks Vorgänger Karl Josef Neukirchen aus dem Amt gedrängt. In den vergangenen Monaten habe er sich den Kreisen zufolge mit dem neuen Vorstandschef wegen verschiedener Themen angelegt, unter anderem wegen des Verkaufs der Standardkessel-Gruppe an den holländischen Investor HTP Investments.

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