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Kreise: LSE muss bei Gesprächen mit Deutscher Börse Vorschlag machen

Die Übernahmegespräche zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) sind im Gange.

dpa-afx FRANKFURT. Die Übernahmegespräche zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) sind im Gange. Nach der Ablehnung der zuletzt vorgelegten Übernahmeofferte durch die Londoner sei nun die LSE am Zug, "einen Vorschlag zu machen", erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch in Finanzkreisen.

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" (Donnerstagausgabe) ist Deutsche-Börse-Chef Werner Seifert an diesem Mittwoch nach London gereist, um seinen Vorschlag für ein Übernahmeangebot persönlich mit LSE-Chefin Clara Furse zu besprechen. Ein Deutsche-Börse-Sprecher wollte dies am Mittwoch auf Anfrage nicht bestätigen.

Nach ihrem Scheitern im Herbst 2000 will die Deutsche Börse nun einen erneuten Anlauf wagen, um die Londoner Börse zu übernehmen. Geboten wird mit 530 Pence je LSE-Aktie (1,9 Mrd Euro) ein Aufschlag von 50 Prozent auf den Kurs vom 10. Dezember. Die Londoner Börse hat das Angebot in einer ersten Reaktion jedoch als zu niedrig bezeichnet. Ob Deutsche-Börse-Chef Seifert möglicherweise in London nun das Angebot aufbessern werde, wollte der Sprecher nicht sagen.

In Finanzkreisen wird unterdessen ein Gegenangebot der Vierländerbörse Euronext für wenig wahrscheinlich gehalten. Die Euronext werde wegen ihres Ratings Schwierigkeiten haben, zusätzliche Mittel aufzutreiben, hieß es. Zudem habe die in der Umstrukturierung steckende Börse derzeit ihre eigenen Probleme.

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