Kriegsängste begrenzen Gewinne
Konjunkturdaten stützen die US-Börsen

Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten haben zum Wochenauftakt die Kurse an den New Yorker Aktienmärkten gestützt. Händler sagten, anhaltende Kriegsängste begrenzten jedoch das Aufwärtspotenzial.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss in New York am Montag knapp 0,7 Prozent auf 8109,68 Zähler, und der technologielastige Nasdaq-Index 0,2 Prozent auf 1324 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,5 Prozent auf 860 Zähler.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager war im Januar weniger stark zurückgegangen als von Analysten erwartet und hatte mit einem Stand über 50 Punkten weiterhin eine Belebung des Geschäfts der US-Industrie signalisiert. "Der Markt steigt wegen der besser als erwartet ausgefallenen Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe", sagte Alan Ackerman, Marktstratege bei Fahnestock & Co. "Wir sehen einige Schnäppchenjäger", fügte Arnie Owen, Geschäftsführer bei Roth Capital Partners, hinzu. Trotz der positiven Konjunkturdaten belasteten Unsicherheit und Kriegsängste weiter den Markt.

US-Außenminister Colin Powell hatte in einem Beitrag für das "Wall Street Journal" geschrieben, die USA würden belegen, dass Iraks Präsident Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen versteckt. Der Chef der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, forderte Beweise, auf Grund derer die Inspektoren handeln könnten.

Die Aktien des weltgrößten Fotofilm-Herstellers Eastman Kodak stiegen rund 4,0 Prozent auf 31,51 Dollar. Die Titel der weltgrößten Baumarktkette Home Depot legten rund 1,96 Prozent auf 21,31 Dollar zu. Händler begründeten die Gewinne dieser beiden Dow-Werte mit positive Kommentaren von Legg Mason-Analyst Bill Miller in der Finanzzeitung "Barron's".

Die Aktien des Spirituosenkonzerns Brown-Forman kletterten um rund 12,7 Prozent auf 70,07 Dollar. Das Unternehmen, zu dessen Produkten Jack Daniels und Southern Comfort gehören, will nach eigenen Angaben bis zu 1,5 Millionen Aktien des Typs A und 6,8 Millionen des Typs B zurückkaufen.

Die Papiere des Spielzeugherstellers Mattel, der unter anderem Barbie-Puppen und Matchbox-Autos produziert, rückten rund 4,8 Prozent auf 20,96 Dollar vor. Das Unternehmen hatte den Gewinn im vierten Quartal um rund 35 Prozent gesteigert.

Die Aktien von Zulieferern des US-Raumfährenprogramms reagierten auf den Absturz der US-Raumfähre "Columbia" am Samstag mit zum Teil deutlichen Kursverlusten. Die Papiere des Dow-Wertes Boeing verloren rund 1,7 Prozent auf 31,05 Dollar, die Papiere von Lockheed Martin büßten rund 2,5 Prozent auf 49,78 Dollar ein und die Titel von Alliant Techsystems rund zwölf Prozent auf 48,87 Dollar.

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