Kriegsfrage wird wichtiger
SPD bleibt trotz Irak-Krise im Stimmungstief

Die politische Stimmung hat sich für die SPD wieder leicht gebessert. Nach dem historischen Tief von nur 22 Prozent beim Politbarometer vor zwei Wochen sprechen sich nach Angaben des ZDF vom Freitag nun 24 Prozent aller Wähler für die Sozialdemokraten aus, die damit kaum von der Irak-Krise profitieren.

HB/dpa BERLIN. Auf die Entscheidung an der Wahlurne hätte dies alles keinen Einfluss. Bei der so genannten "Sonntagsfrage" würden sich wie vor zwei Wochen 30 Prozent für die SPD, 48 für CDU/CSU, 9 Prozent für die Grünen, 6 Prozent für die FDP und 4 Prozent für die PDS entscheiden.

Bei den zehn wichtigsten Politikern in Deutschland wirkt sich die Irak-Diskussion laut Politbarometer nur für Joschka Fischer (von 1,9 auf 2,2) und Peter Struck (von 0,2 auf 0,4) positiv aus, fast alle anderen verloren erneut an Ansehen. Bundeskanzler Schröder lag unverändert bei minus 0,5 Punkten. Deutlich verschlechtert hat sich der Umfragewert für Guido Westerwelle, der von minus 0,3 auf minus 0,6 rutschte. Schlusslicht blieb Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit minus 0,8.

Die Frage von Krieg und Frieden liegt den Deutschen angesichts der Entwicklung im Irak immer mehr am Herzen. Laut ZDF nannten 45 Prozent der Menschen dies als ihr wichtigstes Problem. Vor zwei Wochen seien es 20 Prozent gewesen, teilte das ZDF am Freitag mit. Zwei Drittel der Deutschen rechnen demnach mit einem Krieg. Nach wie vor lehne die Mehrheit (50 Prozent) eine Beteiligung ab, 33 Prozent seien für eine Unterstützung, 14 Prozent für eine Beteiligung mit Soldaten.

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