Kriegsschiffe nahmen Kurs auf Bohrinseln
Nigerianische Ölarbeiter beenden wilden Streik

Nigerianische Ölarbeiter auf vier Offshore-Bohrinseln haben am Freitag zugestimmt, ihren zwölftägigen wilden Streik zu beenden. Dies teilte ihre Gewerkschaft, die Nationalunion der Erdöl- und Erdgasarbeiter (Nupeng), in der Hauptstadt Abuja mit. Guy Cantwell, Sprecher der die Bohrinseln betreibenden US- Gesellschaft Transocean, ergänzte, dass zunächst alle 370 Personen die vier Bohrinseln verlassen sollten.

HB/dpa LAGOS. Der Streik hatte am 19. April begonnen, nachdem Transocean fünf einheimische Arbeiter wegen angeblichen Diebstahls fristlos entlassen hatte. Daraufhin hinderten die streikenden einheimischen Arbeiter 97 ausländische Facharbeiter, darunter 35 Briten und 17 Amerikaner, die Bohrinseln zu verlassen, und blockierten die Hubschrauber-Landeplätze mit Containern.

Zwei nigerianische Kriegsschiffe nahmen Kurs auf die Bohrinseln, um den Streik notfalls gewaltsam zu beenden, aber die ausländischen Geiseln warnten in Satelliten-Telefonaten und E-Mails, dass die Streikenden in diesem Fall Gewalt gegen sie anwenden würden. Die Streikenden weigerten sich, die Bohrinseln ohne Zusicherungen zu verlassen, dass sie ihre Jobs behalten würden. In den Disput hatte sich zuletzt Staatspräsident Olusegun Obasanjo mit dem Appell an beide Seiten eingeschaltet, in neuen Gesprächen eine Lösung zu finden.

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