Kriegsverbrechen
Milosevic-Anhörung ist vertagt

Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat am Donnerstag schon nach einer Stunde die Anhörung des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic wieder vertagt. Als neuen Termin setzte Richter Richard May den 29. Oktober fest.

afp DEN HAAG. In einer kurzen Rede hatte Milosevic zuvor dem Gericht "massive Verletzung" seiner Rechte vorgeworfen. Wie schon bei seiner ersten Anhörung Anfang Juli hatte Milosevic auf einen Verteidiger verzichtet. Nach Angaben seines Belgrader Verteidigers Dragoslav Ognjanovic hat der 60-Jährige bislang noch nicht einmal die Anklageschrift gelesen.

Milosevic wirft dem Gericht vor, ihn unrechtmäßig nach Den Haag überstellt zu haben. Seine Auslieferung sei eine "Entführung" gewesen. Der wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Kosovo-Konflikts angeklagte Ex-Staatschef sitzt seit Ende Juni im Gefängnis in Scheveningen nahe Den Haag. Bei seiner ersten Anhörung hatte er mit der Begründung, das Gericht sei illegal, jede Stellungnahme verweigert.

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