Kriminalität
Aus Telefonaten Terroristen herausfischen

Als Instrument zur Bekämpfung von Terroristen und Kriminalität ist die Spracherkennung nur begrenzt einsetzbar. Die Stimmanalyse liefere keinen unveränderlichen Stimmabdruck, der mit der Präzision eines Finger- oder Erbgut- Abdrucks vergleichbar wäre.

dpa BONN. Dies sagte Angelika Braun, Professorin für Phonetik der Universität Trier, am Dienstag in Bonn. Die menschliche Stimme sei zwar individuell, letztlich aber nicht konstant. Zudem würden zahlreiche Dialekte weltweit die Tonbandauswertung erschweren.

Lediglich in Kombination mit klassischen Untersuchungsmethoden wie Verhören und Alibi-Überprüfung eigne sich der Sprachenabgleich zur sicheren Identifikation und Überführung von Kriminellen und Terroristen, berichteten Sprachwissenschaftler auf der Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK).

Nicht erst seit den Terroranschlägen in New York und Djerba habe die Auswertung von Telefongesprächen zur Bekämpfung internationaler Verbrechen und Terrorismus deutlich an Bedeutung gewonnen, sagten die Experten. Dabei dürften aber keine unerfüllbaren Hoffnungen geweckt werden. So seien auch der Entwicklung und der Anwendung computergestützter Systeme zur Spracherkennung Grenzen gesetzt.

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