Kriminalität
Rostock: Nach Brandanschlägen drei Festnahmen

Knapp eine Woche nach den Brandanschlägen im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen hat die Polizei am Donnerstag drei rechtsextreme Jugendliche festgenommen.

HB ROSTOCK. Knapp eine Woche nach den Brandanschlägen im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen hat die Polizei am Donnerstag drei rechtsextreme Jugendliche festgenommen. Die beiden 15-Jährigen und der 21-Jährige hätten umfassend bei der Polizei ausgesagt, sagte Kriminaloberat Helmut Qualmann am Freitag in Rostock. Alle drei gehörten der rechten Szene an. Bei dem Anschlag waren zehn Jahre nach den schweren Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen Brandsätze auf einen asiatischen Supermarkt und ein Büro geschleudert worden.

Die Staatsanwaltschaft habe Haftbefehle beim Amtsgericht Rostock beantragt. Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Die Jugendlichen sollen in der Nacht zum vergangenen Samstag Molotow-Cocktails auf den asiatischen Supermarkt und ein Büro der Arbeiterwohlfahrt im so genannten Sonnenblumenhaus geschleudert haben.

Das mit Sonnenblumen am Giebel verzierte Haus war vor fast genau zehn Jahren Ort von ausländerfeindlichen Ausschreitungen gewesen. Randalierer hatten das damals von Ausländern bewohnte Hochhaus mit Brandsätzen beworfen.

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