„Kriminelles Verhalten“: Selbst ernannter „Bürgermeister“ Bagdads festgenommen

„Kriminelles Verhalten“
Selbst ernannter „Bürgermeister“ Bagdads festgenommen

Die US-Streitkräfte im Irak haben am Sonntag den selbst ernannten "Bürgermeister" von Bagdad, Mohammed el Subaidi, festgenommen. Wie das US-Zentralkommando mitteilte, habe sich Subaidi Befugnisse angemaßt, die er nicht besitze.

HB/dpa WASHINGTON. Subaidi sei gegen 16 Uhr Ortszeit festgesetzt worden, als er sich in der Nähe des Koordinationszentrums der Koalitionstruppen befunden habe. "Es gab keine Verletzungen und Schusswechsel."

Außer Subaidi hätten Soldaten der 3. Infanteriedivision sieben Mitarbeiter festgenommen, von denen fünf aber wieder freigelassen worden seien, verlautete vom US-Zentralkommando. Subaidi sei "festgenommen und von Bagdad entfernt worden". Über weitere Maßnahmen gegen den Mann, um ihn von der Einmischung in den Wiederaufbau des Iraks abzuhalten, sei noch nicht entschieden worden.

Subaidi war nach dem Fall Bagdads aufgetaucht und hatte sich in einer Erklärung an die Medien am 17. April zum Bürgermeister ausgerufen. Er habe die Unterstützung des Irakischen Nationalkongresses (INC), der größten irakischen Oppositionsgruppe im Exil, und genieße auch die Unterstützung der Amerikaner. Dies wurde von beiden Stellen dementiert.

Am 23. April forderte der Befehlshaber der US-Bodentruppen, General David McKiernan, den Politiker in einem Schreiben vergeblich auf, seine "subversiven Aktionen" einzustellen. McKiernan wies am selben Tag in einer Erklärung an die Bevölkerung darauf hin, dass allein die Koalition im Irak das Sagen macht hätten und jede Zuwiderhandlung als "kriminelles Verhalten" betrachtet werde.

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