Krise kann Modellbahnhersteller nicht schocken
Märklin fährt der Flaute davon

Trotz der schwierigen Situation der Spielzeugbranche bleibt der weltgrößte Modellbahnhersteller Märklin in der Spur: Während die Nachfrage für Plüschtiere oder Brettspiele im Jahr 2002 gesunken sei, habe die Modell-Eisenbahn keine Marktanteile verloren.

HB STUTTGART. Der Geschäftsführer der Märklin Holding GmbH (Göppingen), Paul Adams, sagte am Dienstag in Stuttgart, der Umsatz sei 2002 um vier Prozent auf 170,5 Mill. ? gestiegen. Auch für 2003 rechnet Märklin mit Zuwachs bei Umsatz und Ertrag.

Ein Verkaufsboom bei Modelleisenbahn-Startpackungen und ein gutes Geschäft mit Neuheiten seien die Gründe für die gute Entwicklung im Hauptmarkt Deutschland. Neue Käuferschichten erhofft sich das Unternehmen mit dem Startpaket "Hogwarts Express". Den Schnellzug samt Tender sowie zwei dunkelrote Schnellzüge englischer Bauart mit dem Zauberlehrling Harry Potter in dem Erfolgsbuch zur Schule fährt, baut Märklin mit einer exklusiven Lizenz für seine europäischen Kernmärkte.

Adams sagte, Märklin habe im vergangenen und diesem Jahr Probleme bei der Lieferfähigkeit in den Griff bekommen. "Wenn früher auf der Spielmesse Anfang des Jahres in Nürnberg Händler Neuheiten bestellten, konnten wir oft erst im dritten oder vierten Quartal liefern." Seit diesem Jahr könne verstärkt im ersten Halbjahr geliefert werden, der Umsatz werde so vorgezogen und der Druck aus der Produktion vor Weihnachten habe nachgelassen.

Obwohl in Deutschland mehr als 70 % des Umsatzes erwirtschaftet werde, dürfe Märklin das Ausland nicht vernachlässigen. "In USA sind wir noch immer Nischenanbieter", sagte Adams. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Exportanteil in Europa und Übersee bis 2004/2005 auf 30 % gesteigert werde. 2002 sei eine Steigerung um ein Prozent auf 28 % erreicht worden.

Das Unternehmen, das traditionell keine Einzelheiten über die Gewinn- und Verlustrechnung nennt, habe den Ertrag 2002 auf ein "zufrieden stellendes Niveau" gesteigert, sagte Adams. Ende 2002 arbeiteten an den Standorten Göppingen, Nürnberg (Tochter Trix), Sonneberg (Thüringen) und Györ (Ungarn) insgesamt 2145 Mitarbeiter. Das sind acht Mitarbeiter mehr als noch 2001.

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