Krise
Rodriguez Saa zum argentinischen Interimspräsidenten ernannt

Der argentinische Kongress hat am Sonntag erwartungsgemäß den Peronisten Adolfo Rodriguez Saa zum Interimspräsidenten gewählt.

rtr BUENOS AIRES. In einer gemeinsamen Sitzung beider Kongresskammern stimmten 169 Abgeordnete für Rodriguez Saa. 138 Abgeordnete stimmten gegen ihn. Kurz darauf wurde Rodriguez Saa vereidigt. Rodriguez Saa soll bis zu Neuwahlen am 3. März als Interimspräsident das hochverschuldete Land regieren. Der bisherige Präsident Fernando de la Rua war am Donnerstag nach massiven Protesten der Bevölkerung gegen den Sparkurs seiner Mitte-Links-Regierung zurückgetreten. Bei den Unruhen waren mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen.

Argentinien kämpft mit einem Schuldenberg von 132 Mrd. Dollar (etwa 289 Mrd. DM), einer seit vier Jahren andauernden Rezession und einer Arbeitslosenquote von mehr als 18 %. Rodriguez Saa hatte bereits angekündigt, sofort Maßnahmen gegen die schwere Wirtschaftskrise einzuleiten.

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