Krisenpaket: Personalkosten und Kapazitäten um zehn Prozent reduzieren
Austrian Airlines: Mitarbeiter müssen Zwangsurlaub nehmen

Bei der in Turbulenzen geratenen Austrian Airlines AG (AUA), Wien, muss im nächsten halben Jahr jeder AUA-Langstreckenpilot 35 Tage Urlaub nehmen, um stehenden Resturlaub abzubauen.

apa/vwd WIEN. Das ist eines der Ergebnisse des siebenstündigen Krisengesprächs zwischen dem neuen Management und dem Betriebsrats vom Sonntag, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA mit Bezug auf Unternehmenskreise. Der Abbau von Resturlaub, jedoch auch Teilzeitarbeit werde vom Kabinenpersonal verlangt. Der Betriebsrat will dem Vernehmen nach über weitere Zugeständnisse erst nach Vorlage des Umstrukturierungskonzepts verhandeln.

Auf der Arbeitnehmerseite sieht man mit dem massiven Urlaubsabbau einen Großteil des notwendigen Kostenabbaus als erledigt. Einem Gehaltsverzicht wird der Betriebsrat dem Vernehmen nach nicht zustimmen. AUA-Sprecher Ralph Preclik sagte der APA, dagegen für die Reduzierung von Kosten werde ein Bündel von Maßnahmen notwendig sein. Urlaubsabbau allein genüge aber nicht. Kündigungen sollten allerdings weiter vermieden werden. Die AUA-Gruppe beschäftigt derzeit 7.700 Mitarbeiter. Die Austrian Airlines allein verfügt über 500 Piloten und 1.500 Flugbetreuer.

Laut dem im der vergangenen Woche präsentierten Krisenpaket, müssen Personalkosten und Kapazitäten um zehn Prozent reduziert werden. Die notwendigen Einsparungen wurden von der AUA-Führung mit knapp 700 Mio ATS beziffert.

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