Kritik an Clement
Handwerksreform: Union will eigenen Vorschlag vorlegen

Im Streit um die Reform der Handwerksordnung wird die Union nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) einen Alternativvorschlag präsentieren.

HB/dpa MÜNCHEN. Der Unionsentwurf solle in enger Abstimmung mit den Handwerksverbänden ausgearbeitet werden, sagte Stoiber am Freitag laut Mitteilung der Staatskanzlei. Die Eckpunkte sollen am kommenden Dienstag vorgelegt werden.

Die Bundesregierung will den Meisterzwang für Betriebsgründer bei zwei Dritteln der Handwerksberufe streichen. Stoiber warf der Koalition vor, ohne ausreichendes Gespräch hunderttausende Handwerker zu verprellen. Die Union werde die "Methode Dampfwalze" nicht akzeptieren. Die Union wolle gemeinsam mit dem Handwerk eine Reform konzipieren, die Tradition und Fortschritt in vernünftiger Weise miteinander verbinde. Einzelheiten nannte Stoiber nicht.

Nach der von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) vorgelegten Reform zur Änderung der Handwerksordnung soll es künftig nur noch 29 Meisterberufe geben. In diesen Gewerben sollen Gesellen nach zehn Berufsjahren oder bei Anstellung eines Meisters auch ohne Meisterprüfung einen Betrieb eröffnen dürfen. Bisher ist der Meisterbrief in 95 Vollhandwerksberufen vorgeschrieben.

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