Kritik an deutschen Clubs
Blatter will olympisches Fußballturnier schützen

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter will das olympische Fußballturnier 2012 in den offiziellen Terminkalender aufnehmen. Damit soll ein Abstellungsstreit vermieden werden. Damit geht die FIFA auf Konfrontationskurs zu den deutschen Vereinen.

Der Fußball-Weltverband Fifa will das olympische Fußballturnier stärken und ist damit erneut auf Konfrontationskurs mit den Klubs gegangen. "Wir werden Entscheidungen treffen, um das olympische Turnier besser zu schützen. Wir werden das Turnier der Spiele in London 2012 in unseren internationalen Terminkalender aufnehmen - das werden wir Ende Mai beschließen", sagte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter am Donnerstag in Peking.

Mit der Aufnahme des Olympia-Turniers in den Terminkalender will der Weltverband eine Wiederholung des Abstellungsstreites verhindern, wie es ihn vor Olympia in Peking gegeben hatte. Dabei waren die Bundesligisten Schalke 04 und Werder Bremen erfolgreich mit dem Versuch vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen, die Teilnahme der Spieler Rafinha (Schalke) und Diego (Bremen) zu verhindern.

Kritik an deutschen Klubs

"Die einzigen Klubs, die Probleme gemacht haben, waren die deutschen", klagte Blatter nun. Den CAS hatte neben den deutschen Vereinen aber auch der spanische Renommierklub FC Barcelona angerufen. Der CAS hatte gegen die Fifa und für Schalke sowie Werder und Barca entschieden, dass Spieler unter 23 Jahren nicht für die Spiele freigegeben werden müssen.

Dennoch will Blatter bei einem Treffen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) durchsetzen, dass künftig nur noch Spieler, die jünger als 23 sind, an den Spielen teilnehmen dürfen. Bisher durfte jede Mannschaft in ihren 18-Mann-Kader drei ältere Profis berufen.

"Wir wollen mit den U23-Teams weitermachen, aber im Rahmen des internationalen Kalenders, um Probleme wegen der Abstellung der Spieler zu umgehen. Es sollten Spieler unter 23 Jahren sein - und Schluss. Das werden wir mit dem IOC besprechen", sagte Blatter.

Die 16 Teilnehmer an den Spielen in Peking hatten nur in sehr begrenztem Rahmen von ihrem Recht Gebrauch gemacht, auch drei ältere Spieler zu nominieren. So berief der im Halbfinale gescheiterte Favorit Brasilien in Ronaldinho ebenso nur einen älteren Profi wie Finalist Nigeria in Peter Odemwingie. Endspielgegner Argentinien war eines der wenigen Teams, das das Kontingent ausschöpfte.

© SID

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