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Kritik an Formel 1 in China: Glücksspiel für Reiche

Erstmals ist das Schanghai-Gastspiel der Formel 1 in China kritisiert worden. „Formel 1 ist ein Sport der Aristokraten zum Geldverbrennen, ein Glücksspiel in einem luxuriösen, üppigen Fest“, kommentierte die chinesische Tageszeitung „Jiangnan Shibao“.

dpa SCHANGHAI. Erstmals ist das Schanghai-Gastspiel der Formel 1 in China kritisiert worden. "Formel 1 ist ein Sport der Aristokraten zum Geldverbrennen, ein Glücksspiel in einem luxuriösen, üppigen Fest", kommentierte die chinesische Tageszeitung "Jiangnan Shibao".

In das Lob für die gelungene Premiere wurde in China auch Kritik gemischt. Nicht nur die internationalen Rennställe würden Geld vergeuden, sondern auch die Zuschauer. "Das ist allein ein Spiel für die Reichen." Von Regierungsseite in Peking gab es weiter keine Reaktion, möglicherweise weil sich hohe Politiker angesichts der enormen Geldausgaben für die Rennstrecke nicht dem Unmut im Volk aussetzen wollten. Dagegen rechnete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua vor, dass bei Ausgaben von fünf Mrd. Yuan (500 Mill. Euro) über acht Jahre für die Strecke immerhin 625 Mill. Yuan (62 Mill. Euro) jedes Jahr eingenommen werden müssten.

Die Einnahmen des nur ein Mal im Jahr stattfindenden dreitägigen Rennens in Schanghai gingen jedoch an die internationalen Formel-1- Organisatoren. "Deswegen wird es für Schanghai unmöglich sein, das Geld kurzfristig wieder hereinzuholen", stellte Xinhua fest. Der Hafenmetropole bleibe als "beste Strategie" nur, erst einmal die Aufmerksamkeit zu gewinnen und später das Geld zu kassieren.

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