Kritik an geplanter Absperrung bei Tagung von IWF
Globalisierungsgegner machen gegen US-Polizei mobil

Mit rechtlichen Schritten wollen Globalisierungsgegner in den USA gegen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen bei der gemeinsamen Tagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank Ende September in Washington vorgehen.

ap WASHINGTON. Dies kündigte eine Koalition von Protestgruppen am Montag an. Zu dem Treffen am 29. und 30. September wollen die Behörden offenbar weite Teile der Innenstadt komplett abriegeln.

Es sei nicht hinnehmbar, dass die Proteste gegen das Treffen außer Sicht- und Hörweite der Teilnehmer verbannt werden sollten, betonte ein Sprecher der Globalisierungsgegner. Brian Becker vom Internationalen Aktionszentrum, das zu den Organisatoren der Proteste gegen das Treffen von IWF und Weltbank gehört, bekräftigte, man werde nicht akzeptieren, dass die verfassungsrechtlich garantierte Versammlungsfreiheit verletzt werde.

Die Sicherheitsmaßnahmen sehen unter anderem knapp zwei Meter hohe Absperrungen und den Einsatz von tausenden Polizisten vor. Erwartet werden rund 40 000 Demonstranten. Die Stadt rechnet mit Ausgaben von 38 Mill. Dollar (83 Mill. Mark/42 Mill. Euro), wofür sie auch die Unterstützung der US-Regierung verlangt. Bürgermeister Anthony Williams und Polizeichef Charles Ramsey brachten ihre Forderungen am Montag im Weißen Haus vor. Die Regierung habe ihre Hilfe zugesichert, sagte Williams nach dem Treffen.

Polizeisprecher Joe Gentile erklärte, die Strategie der Ordnungskräfte stehe noch nicht genau fest, man verhandele zurzeit noch mit den Organisatoren des Protests. Die Polizei gehe davon aus, dass die Mehrzahl der Demonstranten friedliche Absichten habe. Angesichts der Proteste bei ähnlichen Veranstaltungen in der jüngsten Vergangenheit, nähmen die Befürchtungen aber zu, dass die Lage in Washington außer Kontrolle geraten könnte.

Das Treffen von IWF und Weltbank sollte ursprünglich eine Woche dauern, wurde dann aber auf zwei Tage verkürzt.

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