Kritik an Kriegsgegner: Enzensberger begrüßt Angriff auf Irak

Kritik an Kriegsgegner
Enzensberger begrüßt Angriff auf Irak

Der Schriftsteller zeigt sich "zutiefst irritiert" über die Deutschen und ihren Hand zum Appeasement.

dpa FRANKFURT/MAIN. Angesichts des Sturzes von Saddam Hussein hat der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger von "triumphaler Freude" gesprochen. Er sei zutiefst irritiert über den Umstand, dass "so viele Deutsche der Rhetorik des "Appeasement" anhängen, ganz so, als hätten sie nie unter einem totalitären Regime gelebt", schreibt Enzensberger in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Neben diesem "Gedächtnisverlust" beklagt der Schriftsteller die "Heuchelei" und das "Pharisäertum" vieler Kriegsgegner, die laut "Kein Blut für Öl!" riefen, zugleich aber auf ihr Auto, ihre Heizung und ihre Ferienreisen größten Wert legten.

Den Amerikanern würden niedrige, materielle Motive unterstellt, die eigenen jedoch ausgeblendet. "Russland und Frankreich haben enorme ökonomische Interessen im Irak, und die Bundesregierung hat sich mit Rüstungsexporten in den Irak jahrzehntelang hervorgetan." Fest stehe, so Enzensberger, dass "noch nie ein Krieg von solcher Dimension so wenige Opfer gefordert hat wie dieser".

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