Kritik an Kursverlusten
Aktionäre nehmen Vorstand in die Mangel

Auf der Hauptversammlung der Commerzbank AG, Frankfurt, mussten sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Teil harscher Kritik seitens der Eigentümer stellen. Die Aktionäre bemängelten vor allem den für das vergangenen Geschäftsjahr ausgewiesenen Verlust und die mehr als enttäuschende Kursentwicklung.

vwd FRANKFURT. "2002 war eine desolates Jahr", klagte ein Aktionär. Horst Schlüchter von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisierte ebenfalls die Ergebnisse. Er begrüßte allerdings, dass die Dividende für 2002 trotz des Verlustes nicht komplett ausgefallen sei.

Ein Vertreter von SEB Invest verlangte, dass die Commerzbank ihre Kernkompetenzen mehr herausstellen und ihr Geschäftsmodell deutlicher machen solle. Weiter stellte er das Investment Banking der Commerzbank in Frage: "Wozu braucht die Bank den größten Handelsraum in Frankfurt?" Zugleich warf er dem früheren Vorstand vor, eine Übernahme der Commerzbank mit aller Macht verhindert zu haben. "Wahrscheinlich wäre genau das der richtige Schritt gewesen", hielt der Aktionärsvertreter dem Vorstand entgegen. Er begrüßte die Offenlegung des Gehalts von Vorstandssprecher Müller im Zuge des Corporate-Governace-Kodexes und forderte, dass der Restvorstand diesem Beispiel folgt.

Beklagt wurde von den Aktionärsvertretern der negative Kursverlauf mit einem 20-Jahre-Tiefststand von 5,10 EUR im Herbst vergangenen Jahres. "Danken wir dem Vorstand, dass er uns die Gelegenheit geboten hat, bei einem Kurs von fünf Euro einzusteigen", brachte es ein aufgebrachter Aktionär auf den Punkt.

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