Kritik an Preis- und Lizenzpolitik
Windows XP überzeugt durch Zuverlässigkeit

Windows XP, das neue Microsoft-Betriebssystem, ist nach Einschätzung eines Experten zuverlässig und von den meisten Fehlern der Vorgänger Windows 98, Windows Me und Windows 2000 befreit worden. Windows XP ist ab dem 25. Oktober erhältlich.

vwd NEW YORK. Wie ein Produkttester für das "Wall Street Journal" (WSJ - Donnerstagausgabe) schreibt, hat das neue System in Tests über mehrere Monate hinweg besonders durch seine Zuverlässigkeit überzeugt. Während Windows 98 mehrere Male pro Tag abgestürzt sei, habe die XP-Version nur ein bis zwei mal innerhalb der gesamten Testphase zum Systemkollaps geführt. Insbesondere das Organisieren und Anzeigen von Foto-Dateien, Brennen von CD und das Management von Heimnetzwerken sei leichter zu handhaben, als auf jedem der Vorgänger.

Obwohl das Betriebssystem fast einwandfrei laufe, gebe es doch einige Mängel und Nachteile, schreibt die Zeitung. Jeder Windows-XP-Computer müsse einen so genannten Aktivierungsprozess durchlaufen. Dieser werde entweder bei der PC-Herstellung oder von dem Benutzer selbst durchgeführt und ermögliche Microsoft, ein Profil jedes XP-Computers zu erstellen und zu speichern. Somit werde sichergestellt, dass jede Kopie des Betriebssystems nur auf einem einzigen PC läuft. Jede Kopie, die auf einem anderen Computer entdeckt wird, könne geblockt werden. Außerdem enthalte Windows XP einige Besonderheiten, wie zum Beispiel Instant Messaging, Online Photo Printing und ein Web-Passport, die den Benutzer dazu verleiten sollen, neue Online-Dienste von Microsoft zu nutzen, und damit die Konkurrenz zu verschmähen.

Ein anderer Kritikpunkt sei der hohe Preis des neuen Microsoft-Produkts. Zwar sei es mit 99 $ relativ günstig, aber der Aktivierungsprozess mache es notwendig, für jeden PC eine Kopie zu kaufen. Obwohl der Software-Hersteller aus Redmond einen "Multi-PC-Rabatt" einführen wolle, könnten Einzelkunden kaum mit Ermäßigungen rechnen. Viele Kunden müssten sich zudem einen neuen Rechner kaufen, da für Windows XP ein PC, der nicht vor 2000 produziert wurde, empfohlen werde. Die XP-Version für 99 $ entspreche einem Upgrade für Windows 98. Zusätzlich sei eine "Professional Edition" für 199 $ erhältlich, die auf Windows 2000 aufbaue und speziell auf Unternehmensbedürfnisse maßgeschneidert worden sei.

Diese sei um einige Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen erweitert, schreibt das "Wall Street Journal". Das neue Betriebssystem werde ab dem 25. Oktober im Handel erhältlich sein. Einige Computerhersteller würden Windows XP sogar schon ab nächster Woche anbieten. Mindestanforderungen für die neue Windows-Version seien 64 MB Arbeitsspeicher. Allerdings benötige man 128 MB RAM, damit alle System-Komponenten einwandfrei laufen. Zusätzlich benötige man mindestens 1,5 Gigabyte Festplattenspeicher.

Auch die Software-Kompatibilität des neuen Betriebssystem sei gut. Von den 1 200 beliebtesten Programmen seien etwa 90 % kompatibel. Allerdings müssten in vielen Fällen erst Updates vom Internet heruntergeladen werden.

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