Kritik an Rot-Grün
Mittelstand rechnet mit neuem Pleiterekord

Der deutsche Mittelstand rechnet in diesem Jahr mit einem neuen Pleitenrekord. Als Folge einer "Mittelstands hemmenden Wirtschaftspolitik" der rot-grünen Bundesregierung würden vermutlich rund 38 000 Firmen Insolvenz anmelden müssen, sagte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, am Dienstag in Berlin.

dpa BERLIN. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland mehr als 32 000 Firmen Pleite gegangen. Zugleich forderte der Verband die Bundesregierung auf, noch vor den Bundestagswahlen im September weitere Reformen auf den Weg zu bringen.

Ohne Neuregelungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Steuerpolitik werde sich "die wirtschaftliche Talfahrt beschleunigen", sagte Verbandspräsident Ohoven. "Wenn die Unternehmer nicht entlastet werden, ist eine Rekord-Arbeitslosigkeit unabwendbar und es gibt eine neue Pleitewelle." Der Verband verlangt deshalb eine Lockerung des Kündigungsschutzes sowie eine Abkehr vom Flächentarifvertrag. In der Steuerpolitik fordert er die sofortige Abschaffung der Öko- und Gewerbeertragssteuer.

Im verbandsinternen Streit nach der fristlosen Kündigung des langjährigen BVMW-Hauptgeschäftsführers Dieter Härthe stellte sich der Vorstand hinter Ohoven. Härthe war vor zehn Tagen entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen Untreue und Betrugs. Als größter deutscher Mittelstandsverband vertritt der BVMW rund 52 000 Unternehmen.

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