Kritik an Schröder
Auslandspresse sieht knappe Koalitionsmehrheit skeptisch

Eine Auswahl der Pressestimmen:

GROSSBRITANNIEN "The Times": "Schröder sollte sich nicht in der neuen Rolle wohlfühlen, der beliebteste Europäer von Saddam Hussein zu sein. Die Mischung von außenpolitischer Isolation und innenpolitischer Nervosität könnte sich als alarmierend erweisen."

DÄNEMARK "Jyllands-Posten": "Die neue Regierung muss nun die Scherben des beispiellosen Populismus auffegen, den Schröder im Endspurt mit seinem eindeutigen Antiamerikanismus aus dem Hut zauberte."

ÖSTERREICH "Die Presse": "Deutschland braucht Reformen dringender denn je. (...) Da sind Mini-Mehrheiten unbrauchbar."

FRANKREICH: "Die Deutschen haben vielleicht von einer großen Koalition CDU-SPD wie zwischen 1966 und 1969 geträumt. Dann hätten sie nicht mehr zwischen dem Lächeln von Gerhard Schröder und der Kompetenz Edmund Stoibers entscheiden müssen."

ITALIEN "La Republica": "Die deutschen Wähler haben, wenn auch nur um Haaresbreite, den Trend in den europäischen Ländern zu Gunsten der Mitte-Rechts-Parteien gestoppt."

NIEDERLANDE "Algemeen Dagblad": "Es fehlt ein deutliches Mandat für diese oder jene Richtung. Die Wählerschaft scheint so pragmatisch zu sein, wie es wohl die Politiker sind."

SPANIEN "El País": "Außenminister Joschka Fischer rettete nicht nur Schröder, sondern er wurde auch zu einer der interessantesten Figuren in der deutschen und europäischen Politik."

BELGIEN "De Standaard": "Man muss feststellen, dass ein unbestimmtes Wahlergebnis keine gute Nachricht ist für die europäischen Partner. Deutschland braucht eine starke Regierung, (...) nicht eine Koalition mit einer hauchdünnen Mehrheit."

NORWEGEN "Aftenposten": "Der äußerst knappe Wahlausgang könnte die erste Vorwarnung für geschwächte politische Führungskraft in Europas gewichtigstem Staat sein."

SPANIEN "ABC": "Bundeskanzler Schröder verlor Stimmen und moralische Autorität. (...) Schröder erwies sich in den vergangenen vier Jahren als nicht geeignet, und Edmund Stoiber konnte auch nicht überzeugen."

SCHWEDEN "Expressen": "Europa geht es besser ohne Stoibers beschränkten Lederhosen-Nationalismus."

SCHWEIZ "Neue Zürcher Zeitung": "Es ist zu hoffen, dass die Ernüchterung nach dem Fieber der letzten Monate auch jene Energien freisetzt, die das Land zur Lösung seiner dringendsten Probleme braucht."

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