Kritik an Schröder
Lafontaine empfiehlt Ablehnung von Bundeswehreinsatz

Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat den Bundestagsabgeordneten empfohlen, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan abzulehnen. "Kämpfen wir mit, richtet sich der Hass auch gegen uns, und wir holen den Terror ins eigene Land", begründete Lafontaine seine Empfehlung in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe).

afp HAMBURG. "Wenn ich abzustimmen hätte, würde ich mich fragen: Wärst du selbst bereit, in Afghanistan zu kämpfen? Würdest du deine Söhne in diesen Krieg schicken? Da ich mit nein antworte, bin ich gegen den Einsatz unserer Soldaten", schrieb Lafontaine weiter. Er nannte die "Behauptung, man müsse Staaten angreifen, die Terroristen Unterschlupf gewähren, eine Zeitbombe". Schon mehrten sich angesichts dieser Haltung die Stimmen in den USA, auch Irak und Somalia anzugreifen.

Scharf ins Gericht ging Lafontaine erneut mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Der frühere Bundesfinanzminister kritisierte besonders Schröders Äußerung, er habe die Strategie der USA nicht zu kritisieren. "Einem Oberbefehlshaber, der sich für die Strategie nicht interessiert, sollte unser Parlament nicht folgen", heißt es in Lafontaines Beitrag.

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