Kritik an SPD-Landeschef Matschie
Althaus will Kabinett umbilden

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) plant nach der knappen Verteidigung seiner Alleinregierung eine Kabinettsumbildung.

HB ERFURT. "Es wird an der einen oder anderen Stelle Veränderungen geben", sagte er am Montag der dpa in Erfurt. "Gespräche werden geführt. Ich will aber nichts über das Knie brechen."

Die neue Regierung soll nach seiner Vorstellung bis zur ersten Sitzung des Landtags Mitte Juli stehen. Der 45-Jährige Althaus war aus der Wahl als Sieger hervorgegangen, obwohl die CDU acht Prozentpunkte verlor und das zweitschlechteste Ergebnis bei Landtagswahlen in Thüringen seit 1990 einfuhr.

In der SPD wurde nach der herben Schlappe die Kritik am Kurs von Landeschef Christoph Matschie lauter. "Meinen Kampfgeist habe ich nicht verloren", sagte er der dpa. "Wir wollen die Frage, wie es weitergeht, miteinander besprechen." Matschie zeigte sich ratlos, wie die SPD eine Zustimmung zum Reformkurs organisieren könne. In der SPD regt sich Unmut über die Absage Matschies an eine rot-rote Koalition vor der Wahl. Der frühere SPD-Landesvorsitzende Richard Dewes nannte die Absage an die PDS einen Fehler.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die CDU auf 43,0 Prozent, während sie vor fünf Jahren unter Bernhard Vogel noch 51,0 Prozent erreicht hatte. Die PDS gewann fast 5 Punkte hinzu und erzielte mit 26,1 Prozent ihr bestes Ergebnis bei Landtagswahlen. Dagegen verlor die SPD 4 Punkte und kam auf 14,5 Prozent. Den Grünen misslang der Sprung in den Landtag mit 4,5 Prozent ebenso wie der FDP mit 3,6 Prozent. Im Thüringer Parlament verfügt die CDU künftig über 45 Abgeordnete, die PDS über 28 und die SPD über 15.

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