Kritik auch aus den Reihen der SPD
Gysi: Kanzler-Reise kommt sehr spät

dpa POTSDAM. Nach Politikern der Union und Parteikollegen von Gerhard Schröder hat sich nun der PDS-Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi kritisch zur Kanzler-Reise durch Ostdeutschland geäußert. Er warf dem Kanzler ein "Fremdheitsgefühl" gegenüber den neuen Bundesländern vor. "Nach knapp zwei Jahren Kanzlerschaft kommt Schröders Reise durch die neuen Bundesländer sehr spät. Ich glaube, dass ihm der Osten noch ziemlich fremd ist. Es wird höchste Zeit, dass er das überwindet", sagte Gysi der "Märkischen Allgemeinen".

Es sei jedoch besser, Schröder reise jetzt als gar nicht, meinte Gysi weiter. "Ich kann nur hoffen, dass er dabei erkennt, wie wichtig die Frage der Angleichung der Lebensverhältnisse auch für die mentale Entwicklung der deutschen Einheit ist."

Wie Gysi hatte auch CDU-Chefin Angela Merkel heftige Kritik an der Ostreise des Kanzlers geübt. Die Unionspolitikerin hatte Schröder vorgeworfen, sich jahrelang nicht um die neuen Länder gekümmert zu haben und die Visite als "reines Kalkül" bezeichnet. Auch der frühere Bundesfinanz- und Verteidigungsminister Hans Apel (SPD) hat sich kritisch geäußert.

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