Kritik der Opposition
Rentenreform in Österreich gebilligt

Das österreichischen Parlament hat die umstrittene Rentenreform mit 95 zu 86 Stimmen gebilligt. Die Abgeordneten der Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen (FPÖ) stimmten im Nationalrat in Wien nahezu einstimmig für die Gesetzesvorlage. Die oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ) und Grünen lehnten sie einhellig ab.

dpa WIEN. Die Opposition bezeichnete die acht FPÖ-Politiker, die noch vor wenigen Tagen das Reformpaket öffentlich abgelehnt hatten, vor der entscheidenden Abstimmung als "Umfaller". Diese wiederum betonten, die letzten Änderungen unmittelbar vor der Debatte am Mittwoch trügen ihre Handschrift, daher sei ihr Widerstand erfolgreich gewesen. "Alle Verbesserungen, Abfederungen und Entschärfungen haben meine Freunde von der FPÖ ausgearbeitet und in die Entwürfe eingebracht", meinte einer der in den Medien als "Rebellen" bezeichneten FPÖ-Politiker.

Die Reform bringt den Rentnern bis zu zehn Prozent niedrigere Bezüge und eine längere Lebensarbeitszeit. Nach Streiks, die der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) im Mai und Juni organisiert hatte, wurden die maximalen Verluste jedoch begrenzt, die Abschaffung der Frührenten wurde durch längere Fristen abgefedert.

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